#8 - "Hacker können die europäische Stromversorgung lahmlegen!“ - Christoph Podewils

Shownotes

Heute zu Gast: Christoph Podewils — Generalsekretär des European Solar Manufacturing Council (ESMC), des Dachverbands der europäischen Solarmodulhersteller. Seit Jahrzehnten setzt er sich in unterschiedlichen Rollen für erneuerbare Energien ein. Heute kämpft er dafür, die europäische Solarindustrie wieder aufzubauen und Europa damit unabhängiger und widerstandsfähiger zu machen.

Wir sprechen darüber:

wie Europa seine einst starke Solarindustrie verloren hat, warum heute ein Großteil unserer Solartechnik aus China kommt, ob eine europäische Solarindustrie überhaupt noch wettbewerbsfähig sein kann, warum eigene Produktionskapazitäten für Europas Energiesicherheit wichtig sind, wie groß die Gefahr eines Hackerangriffs auf das Energiesystem für Europa ist warum Christoph den Spitznamen „Pistolero“ trägt.

Links:

Webseite des ESMC: https://www.esmc.eu/de/index.html

Webseite von Kleines Kraftwerk: https://kleineskraftwerk.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Und wenn du eigentlich chinesischer Entity bist, das chinesische Unternehmen oder Person oder Feind, dann unterliegst Du.

00:00:07: Der weisungsbefugende ist letztlich der kommunistischen Partei bzw.

00:00:10: der chinesischen Geheimdienstbehörde.

00:00:12: Also wenn ich da einmal reingekommen bin zum Hersteller Dann kann ich als Hacker auf einmal die europäische Stromversorgung über diesen Weg Alarm legen.

00:00:21: Sie wissen zumindest wo unsere Schwachstellen sind und sie haben die Möglichkeiten auch zu nutzen.

00:00:25: über die Wechselrichter

00:00:35: von kleines Kraftwerk.

00:00:36: für Klartext zur Energiewende.

00:00:38: Mein heutiger Gast ist Christoph Podewils, Christoph arbeitet seit Jahrzehnten für eine starke Rolle der erneuerbaren Energien in der nationalen und internationalen Politik.

00:00:50: Gegenwärtig ist der Generalsekretär des Dachverbandes der europäischen Solarhersteller ESMC.

00:00:58: In dieser Rolle kämpft er darum der eins starken europäischen Solarindustrie wieder zu neuer Blüte zu verhelfen und die Energieversorgung Europas damit ein Stück Souveräner unsicherer zu machen.

00:01:10: In diesem Gespräch werfen wir einen tiefen Blick auf die selten einfache Entwicklung der Solarindustrie seine eigene Rolle dabei, und wir klären warum er den Spitznamen Pistolero abbekommen hat!

00:01:22: In diesen Podcast kommen Menschen zu Wort die einzigartige Perspektiven und Einblicke in die Welt hinter der Energiewende mit.

00:01:29: Das Ziel dabei ist, einen differenzierten Blick auf die Erfolge aber auch auf die Herausforderung dieser immensen Transformation zu eröffnen statt auf die sonst übliche Schlagzeilen Rhetorik und Clickbait-Kultur zu setzen.

00:01:43: Wenn dir das gefällt dann lasst ein Like da und abonniere den Kanal jetzt aber ohne Umschweife.

00:01:48: zum Gespräch mit Christoph Podewils.

00:01:51: Hallo Christoph schön dass du da bist.

00:01:54: hallo Christian vielen Dank für die Einladung

00:01:56: Sehr, sehr gerne.

00:01:58: Ich hab dich ja vorher schon ein bisschen informiert.

00:02:01: Wir gehen am Anfang immer so ein bisschen ins Biografische rein und wenn man sich dein Leben auf mal anguckt, da haus sein ja fast weg ne?

00:02:08: Also hier so Pressesprecher bei der Agentur für erneuerbare Energien, Leiter der Kommunikation bei Agora Energiewende, Sprecher der Internationalen Denkfabrik Global Solutions Initiative, Leitappolitik und Kommunikations beim

00:02:19: Meier-Burger

00:02:20: und jetzt Generalsekretär des Dachverbandes der Europäischen Solarmodule Hersteller ESMC.

00:02:26: Aber angefangen hast du ja ganz anders eigentlich, so als Wissenschaftsredakteur bei der Berliner Zeitung.

00:02:32: Und gelernt bist du aber eigentlich Geograph?

00:02:35: Wenn ich das richtig verstanden habe ... Ja, Geograph

00:02:37: ist ja die Sammelbezeichnung für Universal-Dilettanten oder auch Generalisten.

00:02:44: Also, ja, das hab ich studiert.

00:02:46: Hat dich das so abgeschreckt, dass du gesagt hast, ich muss unbedingt was anderes machen?

00:02:49: Weil Journalismus ist nicht unbedingt Teil dessen!

00:02:52: Nee, ganz im Gegenteil... Also das Geografiestudium ist total bereit.

00:02:56: Es geht jetzt nicht darum, Hauptstädte auswendig zu lernen aber es geht um Wirtschaftssysteme und Daten und wie man sie erhebt, wie man sich verarbeitet.

00:03:05: Das geht um ziemlich komplex Zusammenhänge.

00:03:08: also im Grunde genommen ist das eine ziemlich gute Vorbereitung für so ne Welt in der alles mit allem zusammen hängt.

00:03:17: Außerdem vermittelt es eine breite Bildung.

00:03:19: Da hab ich mir gedacht, als Journalist braucht man so was.

00:03:21: Ich wollte damals auch Journalist werden und es gibt gar nicht wenige Journalisten, die Geografie studiert haben.

00:03:27: Das hat sich aber im Studium ergeben, dass du gesagt hast, das Kommunizieren nach außen ist etwas, was dir liegt?

00:03:34: Nee, ich hab das vorher schon gemacht.

00:03:36: Bevor du in den Studium angefangen hast, warst du da tätig.

00:03:38: Bin

00:03:38: ich als freier Journalist über die Schützenfeste gegangen, Habe ich da auch das erste Mal Kontakt mit erneuerbaren Energien gehabt, somit aus den Bühnen.

00:03:51: Da bin ich aufgewachsen und es kennt vielleicht ein oder andere.

00:03:56: Zum einen mal der tiefste Steinkohle-Schacht der Welt, die jenseits von Südafrika war, um die Fünfzehntundert Meter tief und die Steinkohle wurde dann direkt nebenan in einem ziemlich großen Steinkohlekraftwerk verbrannt.

00:04:09: also das ist eine Energiestadt.

00:04:12: Aber im Schatten dieses Kraftwerks, das kann man durchaus wörtlich nehmen.

00:04:15: Da haben sich ganz viele erneuereine Energien-Initiativen gebildet.

00:04:19: also da ist mit die erste Windmühle in Deutschland gebaut worden von dem Landwirt.

00:04:25: und ein Ort weiter gab es einen sehr engagierten Physiklehrer.

00:04:29: der hat sich tatsächlich eine Windmülle damals in Garten gestellt.

00:04:31: Also kann man sich heute kaum hervorstellen, ihm ist das gelungen, dreißig Meter hoch oder so.

00:04:35: Der fuhr aber auch einen Trabi, der Solarmodule damals auf den Dach hatte.

00:04:41: Also das war also alles so in den frühen neunziger jahren und er hat auch photovoltaik sich aufs dach gesetzt.

00:04:48: Der Bundesverband Windenergie ist da ganz in der Nähe gegründet worden.

00:04:51: Also, das ist so aus einer erneuerbaren energieschichtlichen Perspektive eine ganz interessante Gegend und ... Als Lokalredakteur

00:04:59: quasi kommst du

00:04:59: sowieso die Verbindung

00:05:01: damit?

00:05:02: Und ein Ort weiter ist Saabek eines dieser erneuherbaren Energiendörfer sehr engagiert.

00:05:08: also des Thema Brodelte da halt die ganze Zeit.

00:05:13: Es war halt auch sehr gegenwärtig.

00:05:14: Wenn ich bei meinen Eltern heute noch von Balkon gucke, dann guck' ich auf Sonne, da ist das so eine Stromleitung mit einem Hang-Wohnen ungefähr auf Augenhöhe.

00:05:24: Wo ich dann immer denke, wenn's um so Monstertrassen geht... Naja also ... Ich kenne Leute die wohnen darunter und denen geht es auch ganz gut.

00:05:32: Verstanden?

00:05:34: Ja, okay.

00:05:34: Aber dann ist ja klar, dass es dir quasi mehr oder weniger mit in die Wiege gelegt worden hat.

00:05:38: Hat dich aber angesteckt auch in dem Fall?

00:05:40: Weil du musst ja bisher offensichtlich sehr begeistert von dem Thema

00:05:44: ... Also tatsächlich hat mich immer die Technik schon begeisterd.

00:05:47: Ich hab auch mit Solarzellen als Kind oder Jugendlicher so rumgelötet und solche Sachen gemacht.

00:05:56: Und das is ... An irgendeiner Stelle gibt es einen Erkenntnisprozess.

00:06:05: Als Kind ist das ja logischerweise alles Spielzeug.

00:06:08: und dann kommst du irgendwann in so Communities, die das gar nicht als Spielzeug sehen sondern sagen, das ist eigentlich die Zukunft der Energieversorgung.

00:06:20: Ich bin schon von meiner Sozialisierung eher Westfalen und Dingern, der war ever das ist doch macht auch keinen Strom.

00:06:27: Und dann lernst du so über die Zeit nicht macht es doch.

00:06:30: Und weil ich ja selber diesen Weg quasi gegangen bin denke ich mehr alles können haben da vielleicht auch und hab das ein bisschen zu meinem Beruf gemacht.

00:06:39: Du warst hier auch in der Redaktion Chef-Redaktionen und stellwürdig auf Photon dieser Zeit, dieser ja diesem Medium zum Thema auch ein paar Fotovoltaik ins Gesicht.

00:06:54: Da hab ich Fotovoltail gelernt.

00:06:55: Da hast du Fotovoli gelernt quasi aufgesogen?

00:07:01: Ja alles.

00:07:02: also ich habe mein erster Job bestandet drin und Christoph recherchiert doch mal wie müsste eigentlich so eine Gigawatt Solarfabrik aussehen?

00:07:11: oder aber Man ist ja Journalist und hat auch Zeit.

00:07:15: Da kommt das mit dem Studio, wo

00:07:17: man komplexe Themen abnehmen kann?

00:07:19: Ja genau!

00:07:19: Und Journalismus können wir ein bisschen vereinfachen.

00:07:21: Ich hab irgendwie eine große Infografie gemacht und habe mit vielen Leuten geredet und geguckt was kostet das denn überhaupt als braucht man dafür?

00:07:28: und dann haben wir es halt aufgeschrieben.

00:07:30: Also ja Komplexitätsreduktion, Vereinfachung aber da gibt's ja ne scharfe Grenze sag ich jetzt mal zwischen Vereinfachen und Olimisieren vielleicht.

00:07:40: wie stehst du denn zu dem Begriff... Pistolero heute.

00:07:46: Hast du das gefunden?

00:07:47: Das habe ich gefunden!

00:07:52: Ach, es gab damals einfach... Ich glaube, dass es in jeder Szene so... Dass es auch immer so unterschiedliche Fraktionen gibt und es gab dann irgendjemand der nicht so toll fand was Photon gemacht hat.

00:08:04: So richtig weiß man auch nicht wer's war.

00:08:06: Ich hab vermutungen aber die gehören vielleicht auch nicht hierhin.

00:08:11: der hat mich dann irgendwas nicht gepasst hatte, weil ich geschrieben habe Pistolero genannt.

00:08:16: Ich hab immer nachgeschaut das ist eigentlich ein Pistoliero, einen gedungenen Mörder und das bin ich jedenfalls nicht.

00:08:24: aber offensichtlich habe ich irgendeinen Punkt berührt.

00:08:26: Das ist jetzt als Journalist schon mal so verkehrt auch nicht.

00:08:29: Ich glaube da lebt man einfach mit.

00:08:32: Also die... ich glaube wenn man bisschen recherchiert findet man sogar was zu.

00:08:35: du hast jemandem von der deutschen Gesellschaft für Sonnenergie quasi unterstellt, er würde eine Reduzierung der Einspeisevergütung befürworten.

00:08:48: Zu der Zeit und zwar um dreißig Prozent was ein relativ radikaler einschnitt ist.

00:08:54: Wie stehst du denn eigentlich?

00:08:55: Oder standest du damals zum Thema Einspeisverglückung selber?

00:08:59: Also ich stand damals und tue das in Grenzen auch heute noch sehr positiv dazu.

00:09:06: Die Einspeisevergütung war ja im Grunde genommen der Marktmechanismus, der gesicherte Markt, den erneuerbaren Energien und eben insbesondere auch der Photovoltaik dieses wirklich große Wachstum erlaubt hat bis heute.

00:09:20: Das heißt nicht mal Einspeiservergüitung.

00:09:22: es gibt jetzt Marktprämien, Marktwerte, Contracts for Difference.

00:09:26: Am Ende geläuft es immer darauf hinaus, dass du als Erzeuger von Energie relativ genau weißt wie viel Geld kriegst du eigentlich für deine Kilowattstunde oder zumindest übers Jahr gesehen für deine Anlage.

00:09:36: Das ist eben dieser gesicherte Zahlungsstrom der Dichter erreicht und er dann so ein Investment kalkulierbar macht.

00:09:44: also deswegen erst mal das ist sehr wichtig.

00:09:46: Wir hatten bei Photon damals aber auch ziemlich gute Zahlen über Produktionskosten, über Margen und natürlich Erträge.

00:09:56: Und daraus ging es sehr klar hervor dass die Einspeisevergütung eigentlich zu hoch ist.

00:10:02: Das hat auf der einen Seite immer zwei Seiten.

00:10:05: Auf der anderen Seite hat das dann natürlich dazu geführt, dass viele Leute gesagt haben, da ist sich richtig viel Geld verdient.

00:10:10: Da investieren wir jetzt malen diese jahre mit zwölf gigawatt zubau pro Jahr die dann aber am ende.

00:10:20: und das war denn auch immer die sorge, die wir bei foton hatten man ja schon alle überzeugt und foton ist aus so einem verlegerischen impuls in den neunzigerjahren gegründet worden.

00:10:29: Wir müssen weg von fossilen aus klimaschutz gründen.

00:10:34: welche technologie ist da eigentlich am besten?

00:10:36: was das lässt sich am schnellst skalieren?

00:10:38: was kann am billigsten werden?

00:10:40: Was kannst du überall machen.

00:10:41: Dann haben die damaligen Gründer von Photonen alle Optionen wirklich durchdekliniert.

00:10:45: Sehr akademisch und haben gesagt, naja es ist eigentlich Photovoltaik.

00:10:49: Das war damals so... Habt ihr's noch alle?

00:10:53: Aber wenn du heute schaust bei aller Kritik, die man vielleicht an den damaligem Protagonisten haben kann, die waren ja nicht unumstritten in der Analyse haben sie völlig recht gehabt.

00:11:06: Also da hat Fotos auch eine wichtige Rolle gespielt Aber man darf es halt nicht übertreiben.

00:11:13: Und das ist halt passiert, ne?

00:11:15: Und dann war eben in zwei tausend zwölf und ... Dann kam Norbert Röttgen und hat gesagt, nee, es gibt ja aber nicht mehr so eine rohe Einspeisevergütung, da müssen wir jetzt gar keine mehr.

00:11:27: Wir kürzen das jetzt radikal!

00:11:29: Und das habt also zu einem wahnsinns gemetzten Gefühl.

00:11:31: Das war eigentlich die ganze Zeit das was wir auch als Sorge hatten dass sowas passieren könnte.

00:11:40: Deswegen haben wir gesagt, ne, ihr solltet das jetzt kürzen und dreißig Prozent schienen wirklich gut machbar.

00:11:44: Und aus der DGS kam schon auch das Signal dass man das unterstützen könnte und ich weiß nicht was da in den Fern passiert ist.

00:11:51: Das muss auch gestehen.

00:11:54: Das ist jetzt so um die, weiss ich nicht, fünfzehn-sechzehn Jahre her hätte ich gewusst, dass wir heute darüber reden hättest du mal aufbereitet also Die Tiefe.

00:12:05: Hat sich so ein bisschen der Mantel der Geschichte drüber gelegt?

00:12:08: Ja, manchmal guckt man gerne noch mal unter den Manteln einfach um wie gesagt auch nachzuvollziehen was da genau eigentlich passiert ist.

00:12:14: und weil diese Narrative war jetzt die Einspeise für Bildung zu hoch.

00:12:22: War es wirklich eine Überförderung an der Stelle die also nicht nachhaltig waren also die Kürzung die dann zum Zusammenbrechen der deutschen solaren und nachhaltigen dauerhaften zusammenbrechende deutsche industrie geführt haben?

00:12:34: waren die eigentlich gerechtfertigt oder waren die einfach nur schlecht gemacht, oder hätte man früher angemusst.

00:12:41: Das ist was worüber man heute immer noch sprechen muss weil diese Argumentationen hätten wir damals nicht dann wären wir heute schon viel weiter.

00:12:52: Die hört man ja immer noch insbesondere jetzt wo es wieder ein bisschen kälter wird für die solarindustrie.

00:13:00: Also wir hatten damals genau weiß ich es nicht mehr, aber so primal daumen dreißig modul und zellhersteller in deutschland.

00:13:06: Und es gibt irgendwo eine liste bei denen man dann sehen kann wann haben die eigentlich aufgehört zu existieren?

00:13:14: Und sehr sehr sehr viele haben zwartehaußen zwölf insolvenz angemeldet also mit im grunde genommen infolge dieses dieses jahres.

00:13:24: Jetzt gab's natürlich auch damals schon gute und schlechte unternehmen und gut und schlechter technologie Also, dass jemand das Unternehmen nicht weiter existiert.

00:13:33: Es kommt leider immer wieder mal vor und es wäre wahrscheinlich auch passiert wenn die Kürzung nie so stark gewesen wäre.

00:13:41: aber Die war halt so stark, dass da keiner mehr mit konnte.

00:13:46: und selbst die Chinesen weiß ich hatten damals auch Schwierigkeiten.

00:13:50: Die Preise die dann auf einmal notwendig wurden noch mitzugehen nur die haben eben schon seit zwei tausend fünf fünf Jahrespläne in den drin steht.

00:13:58: wir wollen eine Photovoltaik Industrie entwickeln und haben auch denn sehr viel starke Unterstützung bekommen vom Staat.

00:14:05: also das was dann eben die hiesigen unternehmen nicht mehr hatten dass haben die chinesen.

00:14:10: Bekommen und haben wir eben auch skaliert konnten investieren.

00:14:13: das war immer das was die chanesischen Unternehmen viel viel besser konnten als die leichteren kapitalzugang hatten heißt ihr europäer wirklich größer zu werden.

00:14:22: Und ich glaube an der stelle hätte man eigentlich damals auch politisch vielleicht noch ansetzen können, was müssen wir denn tun damit aus?

00:14:31: Ich weiß es nicht.

00:14:32: Damals gab's Modulhersteller, die waren dreißig megawatt groß.

00:14:36: oder so war ich selber auf einer Einweihung, wo der damalige Wirtschaftsminister Karl-Tierdor zu Gutenberg den roten Knopf gedrückt hat und in der Firma hat man nie wieder viel gehört.

00:14:49: aber also das war damals eine Dimension, Dreißig Megawatt.

00:14:52: und was hätte man eigentlich tun müssen?

00:14:55: Vielleicht nicht allen aber doch einigen solche unternehmen wirklich große unternehmen zu machen heißt das natürlich weiß ich dann auch erst später vielleicht ein bisschen besser ziemlich beim erbogen war.

00:15:05: du brauchst eben.

00:15:07: Wirklich wirklich viel geld und du brauchste nicht nur das Geld für Maschinen zu kaufen die Fabrik Halle und diese ganzen.

00:15:16: Versorgungsanlagen.

00:15:18: Das ist eine Maschine funktioniert ja nicht alleine, sondern da ist dann eben auch immer noch Chemikalienversorgung, Nabwasserbehandlung, Knüllüftungstechnik und so weiter dahinter.

00:15:27: also es schon groß dafür brauchst du Geld.

00:15:30: aber dann hast Du ja auch einen sehr großen Durchlauf an Materialien und Dingen die denn vielleicht erst auf Lager liegen damit du sie irgendwann verarbeiten kannst um den der auch wieder auf lager liegen müsste Sie dann verkauft kriegst.

00:15:40: das ist alles gebundeskapital dass fast nochmal so viel Wie die Fabrik selber.

00:15:46: und da hätte vielleicht der Staat jetzt schon sagen können, wir machen mal leichteren Zugang zu Kapital.

00:15:54: Wir machen günstige Darlehen oder nachrängigen Darlehn in solche Geschichten.

00:15:58: Und das haben die Chinesen halt alles gemacht und in Deutschland nicht.

00:16:02: Nur plus keine Einspeisevergütung mehr, die irgendwie auskömmlich sein können.

00:16:08: Also das heißt... Die Geschichte Deutschland hat die Einspeise für Wütung gekürzt oder schwarz-schwarze gelb damals.

00:16:15: Ich weiß gar nicht, welche Konstellation das war.

00:16:17: Hat die Einspreisbeide gekürst und deswegen sind die Fabriken alle pleite gegangen?

00:16:21: Und dann wurden die Laufbänder und alles die ganzen Fabrikationsanlagen wurden offen große Schiff geladen und nach China rüber transportiert.

00:16:30: Die stimmt so nicht sondern da waren schon von früh an auch eine starke Förderung mit dabei und es sind andere strukturelle Probleme in Deutschland.

00:16:40: Also ich war in

00:16:40: Europa auch... Ich war in China und habe mir da verschiedene Solarhersteller angeschaut, Trina zum Beispiel war dabei.

00:16:49: Die gab es damals auch schon.

00:16:51: die haben auf westlichen Maschinen produziert.

00:16:55: Damals noch heute haben sie nur noch chinesische Maschine eigentlich.

00:17:00: Und jetzt ist nicht so gewesen dass die Chinesen hier die restlichen Maschen aufgekauft hätten um das dann bei sich wieder aufzubauen, sondern die sind incrementell vorgegangen und haben also neben die bestehende Halle noch eine neue Halle gebaut.

00:17:15: Und da noch ne Halle und so weiter und sofort

00:17:18: was ja eigentlich für gesundes Wachstum spricht mit Förderung zwar aber immerhin Ja gut dass wir da ein bisschen Klarheit reinbringen konnten in den Teil Die Insolvenzen gab es trotzdem und wenn wir über Insolwenzen sprechen, müssen wir auch über Maja Burger sprechen dann.

00:17:39: Und du warst politischer Leiter in der Zeit und ich weiß das noch weil ich jetzt sehr genau verfolgt habe die Verhandlung um das Solarpaket dann zwanzig vierundzwanzig, weil da natürlich unsere Forderungen für Balkonka-Ferke auch schon mit drin waren.

00:17:53: Das ging ja damals um den Resilienzbonus Also im Prinzip genau um das, dass man sagt in einer anderen Form.

00:17:58: Dass man sagt was hier hergestellt wird an Solarmodulen soll später wenn es dann um die Förderung mit der EEG Vergütung geht noch einen zusätzlichen Bonus obendrauf bekommen einfach die hier gekauften gesursten Materialien und die ansässigen Hersteller zu fördern damit größere Absatzmärkte für sie zu schaffen denen wieder ein Teil des bereits eigentlich zum Großteil verlorenen Marktes wieder zurückzugeben

00:18:25: Um Level-Playing viel zu schaffen.

00:18:27: Weil auf der anderen Seite auch Förderungen da waren für die Hersteller in China?

00:18:30: Ja, also es sind eben nicht nur Förderung sondern da wird auch über Kapazitäten geschaffen worden, die dazu führen dass man das chinesische Hersteler hier unter ihren Produktionskosten angeboten haben aber auch immer noch anbieten.

00:18:48: Das zählt dazu und Die haben natürlich eine wahnsinnige Größe und auch ein industrielles Ökosystem.

00:18:55: Und da musst du jetzt als kleiner europäische Pflanze erst mal wieder gegen anwachsen, das heißt also wirklich extra Dünger dann sonst geht es gar nicht und das war die Idee dahinter.

00:19:06: Das ist gescheitert.

00:19:07: dieses Vorhaben mit dem Resilienzbonus.

00:19:10: wie hast Du das?

00:19:12: Weil ihr wart ja auch direkt involviert.

00:19:13: Wie hast Du diesen Prozess diesen Verlauf wahrgenommen?

00:19:16: von der Idee, vom Vorschlag im Referenten-Entwurf und Expertenanhöhung bis nachher zur Entscheidung.

00:19:25: Und dem Einwirken verschiedener Fraktionen aus der Ampel.

00:19:30: kannst du mich da ein bisschen reinholen?

00:19:36: Also das war natürlich insgesamt schon alles sehr spannend und ob ich jetzt jedes Detail so noch hinkriege weiß ich auch nicht aber vielleicht so ein... Ein Kommulationspunkt sagt man, glaube ich.

00:19:54: Der ist mir schon in Erinnerung und zwar genau an dem Tag als das Bundesverfassungsgericht seinen Urteil gesprochen hat dass diese Um widmung von Corona-Hilfsmitteln in den Klimafonds verfassungsfeindlich sei und auf einmal dann sechzig Milliarden Euro oder so im Haushalt fehlten war im Bundestag die Expertenanhörung zum Resilienzbonus angesetzt und das Urteil beziehungsweise die Nachricht über das Urteil, ich glaube die Anhörung war um zehn oder so.

00:20:25: Und eine Viertelstunde vorher ging dann über die Agenturen des Bundesverfassungsgerichts.

00:20:37: Von da an war eigentlich dieser Anhörung nur noch so eine Pflichtübung.

00:20:41: Die Abgeordneten dachten, wir müssen jetzt irgendwie durch, aber eigentlich haben wir das Besseres zu tun.

00:20:45: Sie sagten auch die ganze Zeit an ihren Handys und ... Experten, die da geladen waren.

00:20:53: Die wussten das natürlich auch und haben gesagt ob das jetzt überhaupt noch Sinn ergibt weil es ja klar war also der Resilienzbonus wäre jetzt nicht teuer gewesen.

00:21:01: Das muss man auch sagen dass wären irgendwie ein paar zig Millionen in den ersten Jahren gewesen.

00:21:08: So mir hat sich dann schon über die Zeit aber es hätte erst mal kein großes Loch in den laufenden Haushalt oder so gerissen.

00:21:15: Trotzdem war allen klar jetzt haben wir ganz andere Themen Jetzt wird auch die politische Aufmerksamkeit davon weggehen.

00:21:24: Die Kosten des Resilienzbonus, die wären so in der größten Ordnung gewesen ... Wir haben mal eine Woche Sturm oder wir haben da keine Sturme.

00:21:33: also was so die Auswirkungen auf den EEG-Topf, auf das EEG Konto angegangen wäre wo man gesagt hat, ja das ist überschaubar.

00:21:46: Das kann man machen und da hat auch so richtig keiner widersprochen.

00:21:53: Also ich sage nicht mal dass es die eleganteste Lösung ist.

00:21:55: Ich glaube was die Amerikaner machen ist eigentlich viel schlauer.

00:21:58: Die setzen direkt an der Quelle der Produkte an, die sagen wenn du eine Solarzeile produzierst dann kriegst du ich glaube fünf Cent pro Watt und wenn du ein Solarmodul produzierest sind's nochmal irgendwie zwei drauf.

00:22:11: nagell mich nicht fest, was die Zahlen angeht.

00:22:13: Und sie nehmen Zölle für ausländische

00:22:15: Module?

00:22:16: Sie haben natürlich ja durch ein viel zielgerichteteres Instrument in dem sie sagen wir fördern direkt die Produktion am Ort des Geschehens und so mit deiner Steuerklierung kriegen also die amerikanischen Unternehmen diese Förderungen.

00:22:29: Das Dove ist was vergleichbar.

00:22:31: es gibt's halt in Europa nicht.

00:22:33: das ist einfach so.

00:22:35: Ja und dann brach er die Ampel auseinander.

00:22:37: aber es ist auch nicht so dass sage ich mal vor diesen sechzehn Milliarden Loch da alles sauber gelaufen wäre.

00:22:45: Es gab ja auch, manchmal auch im Energieministerium.

00:22:48: wird das Ministerium bei den ein oder anderen Ausfall zum Beispiel Patrick Reichen als Staatssekretär.

00:22:55: ich weiß ihr habt ja auch ein persönliches Verhältnis zunahmen.

00:22:59: wie hast du diesen Prozess wahrgenommen soweit du drüber sprechen möchtest und hast danach noch ein Bierchen eingeladen Um das zu verarbeiten.

00:23:08: Also

00:23:09: er war lange Jahre mein Chef und ich habe wirklich sehr gut mit ihm zusammengearbeitet, und er kennt das Thema auch wie kaum jemand anders und weiß eben auch die politische Zusammenhänge funktionieren.

00:23:20: also alleine.

00:23:21: dass das fehlt in dem Ministerium ist glaube ich echt mal ein Verlust.

00:23:28: Und so Sachen wie wir sie gegenwärtig erleben, dass die Energiesicherheit mittelfristig doch ziemlich gefährdet ist Das hätte es damals nicht gegeben.

00:23:40: Ich weiß, dass ich in der Hochphase, als der Ukraine-Krieg gerade losging und dann die Gasversorgung weggebrochen war, kurz gesprochen habe, ich wollte ja eigentlich eine erneuerbare Energien machen.

00:23:54: Jetzt muss ich mich darum kümmern wie Kohlezüge oder Ölzüger möglichst Vorfahrt kriegen auf den Schienen.

00:24:01: Solche Sachen sind sehr kleinteilig.

00:24:08: Von solchen Sachen hört man gerade nicht allzu viel eher so im Gegenteil, dass da Krisensitzungen ohne die Ministerin oder so stattfinden.

00:24:15: Also der fehlt... Dass es diese Kampagne gab hat glaube ich nicht so sehr mit seinem mutmaßlichen oder tatsächlich in Fehlverhalten zu tun.

00:24:30: In verwandten Affäre sozusagen, dass er viel aus seinem bekannten oder Verwandtenkreis ins Ministerium geholt hat mit unterschiedlichen Positionen, Trauzeugen.

00:24:40: Also gerade was die Besetzung des Dänerschiffs jetzt angeht gibt es ja gute Vorbilder.

00:24:46: also wenn man sich das Verhältnis von Stefan Kohler und sie beim Gabgül anschaut dann ist das jetzt auch kein sehr distanziertes gewesen.

00:24:53: Na so ist natürlich jetzt lange her aber dass das nicht gut gelaufen ist und dass da vielleicht auch die Distanz gefehlt hat.

00:25:00: also da würde ich jetzt nicht widersprechen.

00:25:02: als ich das gelesen habe auch gedacht Äh, gleichwohl.

00:25:08: Ähm ... das ist äh ja über.

00:25:12: ich hab's irgendwann mal tatsächlich ausgewertet.

00:25:14: Das lief ja von April bis Juni ... zwanzig, dreinzwanzig und in der Zeit gab es mehr als zwanzichtausend Treffer in Mediendatenbanken zu dem Thema.

00:25:28: Und wenn man das immer vergleicht mit anderen Regierungsmitgliedern dann ist das irgendwie so Bundeskanzler oder Bundespräsidenten Niveau.

00:25:39: Also viele andere Regierungsmitglieder haben deutlich, deutlich weniger Treffer in Mediendatenbanken und...

00:25:46: Das ist eine steuerte Kampagne wahr?

00:25:49: Ja genau!

00:25:50: Und der Witz war es gab ja auch gar nicht so viel Nachrichten.

00:25:54: also es gab zum einen die Nachrichter hat da jetzt seinen Trauzeugen zum DNA Chef machen wollen Und zum Zweiten hat er eine Unterschrift geleistet für einen Verband, in dem seine Schwester auch tätig war als Geschäftsführerin oder Vorsitzender.

00:26:12: Das hätte natürlich nicht passieren dürfen.

00:26:13: aber wenn wir uns jetzt mal vorstellen wie diese Leute arbeiten die haben da eine riesen Unterschriftenmappe und es ist außerdem gerade in der Krise und Krieg und die Arbeiten bis zum Umfallen und dann reicht ihnen wahrscheinlich da grade Ein Sachbearbeiter oder ein Sekretär, ein Sekreter.

00:26:32: Diese Mappe ist unterschrift hin und dann wird es weggearbeitet in der Hoffnung dass das schon alles gut ist.

00:26:38: und diese Prüfung Die Prüfungen die stattgefunden hat oder nicht hat jedenfalls dieser hoffnung nicht gerechtfertigt.

00:26:45: also das ist ein Fehler gewesen hätte nicht machen dürfen.

00:26:48: andere leute sind Hofstaatskosten nach Tirol gefahren und haben an privaten Wirtschaftskipfeln teilgenommen.

00:26:59: Und sind immer noch in der Regierung, also ich finde das Vergehen hat eine andere Dimensionen da dass das eine zum Rücktritt führt und das andere nicht.

00:27:06: Das belegt eigentlich, dass da eine Kampagne hinter sitzt die dann eben ordentlich dafür geworben hat.

00:27:12: ja Ja, die Tirolfahrt ist noch mal ein anderes Thema mit Partner und ich bin da nur privat.

00:27:22: Wie privat isst man eigentlich in so einer Rolle?

00:27:25: Gar nicht!

00:27:26: Wie privat ist man als Staatssekretär?

00:27:28: auch eine Frage?

00:27:29: Also privater aber klar.

00:27:31: also solche Sachen dürfen nicht passieren.

00:27:32: Ich will das jetzt nicht rechtfertigen.

00:27:34: Ich sage nur die Konsequenzen Das hätte man auch aussetzen können.

00:27:39: dass machen die Grünen dann halt nicht

00:27:41: Klar.

00:27:45: ja dass man da auch entsprechende Konsequenzen gleich zieht, ohne langdurch zu diskutieren und auch politischen Schaden nachher abzuhalten von der Fraktion insgesamt oder von den Regierungen an der Stelle.

00:27:57: Kann man ja auch erst mal hoch anrechnen.

00:28:00: Und du bist die Bierchenfrage?

00:28:04: Bist du mir noch schuldig?

00:28:07: Wir haben uns gelegentlich nochmal danach gesehen aber es ist jetzt nicht so das wir in dem ständigen Haus stehen.

00:28:12: Okay alles klar Ist natürlich interessant, weil jetzt nicht nur Patrick Reichen sondern auch viele andere die damals involviert waren.

00:28:20: Wieder eine Rolle spielen oder stärker wieder Medienpräsenz zeigen im Oberthaarberg.

00:28:28: Jetzt ist wir auch ganz groß draußen in Aussicht auf ein mögliches Wanken der aktuellen Regierung oder zumindest schon mal als Vorbereitung für den nächsten Wahlkampf.

00:28:38: also es kann durch uns sein dass da einer oder andere Kopf dann nochmal raus poppt und als potenzieller Kandidat irgendwo in Frage kommt.

00:28:49: Also ich würde die Frage mal etwas anders aufnehmen, die Frage ist ja warum macht man sowas eigentlich?

00:28:55: Oder warum mache ich den Job, den ich mache und deshalb ganz viel mit intrinsischer Motivation zu tun?

00:29:00: also das interessiert einen halt.

00:29:02: man erachtet es als wichtiges Thema was sich auch finde aus vielerlei Gründen Und man hat eine ziemliche Expertise ein großes Netzwerk aufgebaut.

00:29:17: Dann sieht man, dass die Dinge vielleicht in die falsche Richtung sich entwickeln und denkt, nee das will ich jetzt aber nicht so stehen lassen und fängt an zu arbeiten.

00:29:26: Früher oder später hat es vielleicht Erfolg, vielleicht auch nicht.

00:29:29: Ich glaube aber nicht, dass man deshalb anfängt zu arbeiten.

00:29:31: wenn man sagt dann bin ich in weiß ich nicht drei Jahren doch Bundeskanzler oder in fünf Jahren doch wieder Staatssekretär also so funktioniert es nicht sondern man fängt an zu arbeiten und denkt sich, dann hab ich vielleicht in zwei Jahren einen politischen Erfolg erzielt.

00:29:46: Die Erneuerbaren werden doch was weiß ich nicht Opfer des Riegespatch-Vorbehalts zum Beispiel oder die Gaskraftwerke werden doch nicht ausgebaut.

00:29:57: wo ich heute weiß das ist erstens schlecht fürs Klima und zweitens kostet es wirklich sehr viel Geld.

00:30:01: also macht den Strom den wir billiger haben müssen gerade nicht billiger sondern teurer.

00:30:06: Ich will nicht sagen, dass man keine Gaskraftwerke baut.

00:30:08: Aber Vorsicht an der Bahnsteigkante!

00:30:10: Okay lasst uns bei der nationalen Ebene da an der Stelle mal abschließen nochmal kurz auf deine aktuelle Rolle kommen

00:30:18: beim

00:30:18: Verband Europäischer Solarmodulhersteller und ein bisschen in die internationale Ebene gucken weil das was dich ja sag ich mal auch bei Maja Borgeschen umgetrieben hat wie kriegen wir es hin?

00:30:29: Auf lokaler Ebene tatsächlich auch da Kapazitäten zu erhalten oder sogar zu erweitern Das beschäftigt dich jetzt natürlich noch um ein vielfaches Stärke.

00:30:38: Und es ist ja nicht so, dass du mit dem Thema alleine bist.

00:30:41: die internationalen Krisensicherheitsfragen, die da auftauchen und das Thema Resilienz und Souveränität bekommen dann natürlich eine aktuelle sehr starke einen starken Klang.

00:30:53: trotzdem Als jetzt zum beispiel aufseiten der europäischen union der industrial accelerator act vorgestellt wurde wo sie genau darum ging heimische fähigkeiten europäische Fähigkeiten Zu bewahren oder zu stärken oder wieder aufzubauen die vielleicht verloren

00:31:10: wurden.

00:31:12: Hast du auch wirksam auf linkedin gleich zb gesagt zu wenig das funktioniert so nicht.

00:31:20: das reicht also nicht für dass aus was wir eigentlich bräuchten.

00:31:24: Hol mich da mal rein.

00:31:25: Warum?

00:31:27: An einem schlechter Anfang, warum macht man das eigentlich?

00:31:30: Die Europäische Union hat sich ... Oder die Europäischer Kommission so, hat sich in den Ziel gesetzt, eine Solarindustrie wieder aufzubauen.

00:31:39: Dreißig Gigawatt Produktionskapazität, komplette Wertschöpfungskette, also angefangen beim Solar-Silizium, Waveverzellen, Module, Wechselrichter, alles was man braucht bis zu zwanzig dreißig.

00:31:51: Das ist das Ziel was sie zwanzig, zweinzwanzig in der Strategie geschrieben haben.

00:31:55: Also ein Policy Paper ist jetzt noch kein Gesetz und das wurde dann aber zwanziv, vierundzwanziger im Netzjury Industry Act bestätigt.

00:32:01: Da steht es in der Präambel drin.

00:32:03: Das ist kein gesetzliches Ziel.

00:32:05: So gesehen auch nicht, aber es steht immerhin um Gesetze drinnen als Gesetzesbegründung.

00:32:09: Das macht es ja schon mal bisschen stärker.

00:32:13: Problem am sogenannten Netzjurry Industry Act ist dass er gar nicht made in Europe an sich Fördert sondern der fördert alles das was nicht made in china ist steht nicht China drin, sondern single dominant source.

00:32:26: aber dass man china also china hat neunzig prozent oder mehr der weltweiten solarproduktionskapazitäten.

00:32:34: So und wir haben uns immer schon sage ich mal dafür eingesetzt als das kriterium nicht nicht mate in china zu nennen.

00:32:42: Weil es machen andere auch dann kommt halt das chinesische solarmodul aus vietnam ist aber von vielleicht nicht so guter qualität kostet dafür aber mehr.

00:32:50: Das kann es ja nicht gewesen sein.

00:32:52: Sondern, wie gesagt, er nennt das doch einfach mit in Europe.

00:32:57: Kann man ja machen.

00:32:59: Diese Diskussion gab's übrigens über Local Content auch schon im Jahre zweitausend und ich müsste jetzt lügen aber elf oder so damals vorangetrieben von Solar World und sehr eng von Mila Nitschkern den ich an dieser Stelle gerne noch mal erinnern möchte als einen wirklich großen Vordenker und bin wahnsinnig traurig, dass der so früh gestorben ist.

00:33:25: Also es beschäftigt mich richtig jedenfalls.

00:33:28: Mit dem war ich tatsächlich viel im Austausch noch.

00:33:30: Der Aufbauer der Soleilindustrie war dem auch immer noch, obwohl er was ganz anderes gemacht hat ein Herzensthema.

00:33:37: Und wo war jetzt stehen geblieben?

00:33:41: Local Content!

00:33:44: Dann sagt die Europäische Kommission auf einmal, ja können wir uns doch vorstellen.

00:33:50: Wo sie vorher mal gesagt haben Ja das geht wegen Welthandelsorganisationen nicht und internationalen Verträgen und so wo wir gesagt haben ja kann ja sein aber die USA machen das und Indien machen dass und ganz viele andere Länder auch.

00:34:03: also scheint da schon Möglichkeiten zu geben wenn man will.

00:34:06: Und dann haben sie eben mit dem Industrial Accelerator Act, der Anfang des Jahres vorgelegt wurde auch fast beim halben Jahr Verspätung.

00:34:16: Das auf einmal eingeführt.

00:34:18: in den Leaks die da so kursierten zu dem Thema hieß es dann von acht Kernkomponenten, die in seiner Solaranlage drin sein müssen, müssen der Wechselrichter und noch zwei andere made into Europe seien.

00:34:36: Wo zwei andere, das kann dann zum Beispiel ... Das Modul und die Zelle sein.

00:34:39: Es könnte auch das Silizium- und der Wafer sein.

00:34:42: Also da gibt's eine Liste, wo diese Komponenten aufgeführt sind, damit man sich dann zwei raussuchen können.

00:34:48: Das wär nicht so schlecht gewesen.

00:34:51: Also es hätte zum einen so ne gewisse Ambition, also insgesamt drei von acht, das ist ja schon mal an Anfang.

00:34:57: Das wäre dann auch nach einiger Zeit wären's denn vier von acht gewesen.

00:35:02: Wenn wir also weiteraufbauen können Damit wären wir wahrscheinlich einverstanden gewesen und hätten gesagt, ja dann lass uns mal loslegen.

00:35:13: Und ich weiß auch dass es große Solarprojekte gab die das dann gemacht hätten.

00:35:23: Jetzt ist aber der League auf sehr hoher Ebene in der europäischen Kommission sehr stark verwässert worden.

00:35:29: Auf einmal stand da nur drin der Wechselrichter und die Zelle Und auch erst zwanzig dreißig.

00:35:37: Also in vier Jahren von heute musst du eine Komponente denn aus Europa haben und die anderen aber nicht.

00:35:46: Das gibt dir zum einen natürlich die Kontrolle über die komplette Produktionskette, anders als der Nazi-Reinstreckt oder europäische Strategie das eben als Ziel gesetzt haben.

00:36:02: Zum anderen ist es erst in vier jahren.

00:36:04: und jetzt um den fast noch den Deckel auszuschlagen.

00:36:10: Es muss auch nicht wirklich made in Europe sein.

00:36:13: Made in Europe nach dem Industrial Accelerator Act heißt, es kann aus der Europäischen Union und ungefähr vierzig Ländern kommen mit denen wir Freihandelsabkommen haben.

00:36:24: unter anderem so länder wird Vietnam Und wir haben dann auch eine quality europäische Kommission gefragt.

00:36:31: Würde denn also unter eurer Regelung ein Solarmodul, das von einem chinesischen Unternehmen in Vietnam hergestellt wird und die made-in Europe Definition fallen?

00:36:39: Der Antwort war ja!

00:36:42: Und da haben wir gesagt Ja, das kann man es auch lassen.

00:36:45: Das ist kein starkes Instrument sondern Wir setzen uns dafür ein dass zum einen Dass viel schneller kommt.

00:36:53: Die europäischen Hersteller, die es noch gibt laufen alle auf den Zahnfleisch und können nicht noch vier Jahre warten.

00:37:00: Zum Zweiten, dass man das wirklich auf Europa beschränkt.

00:37:05: Das meinen jetzt nicht unbedingt die Europäische Union aber die Schweiz und Großbritannien.

00:37:10: Norwegen sollten schon drin sein weil das eben auch so klassische Länder sind in der Wertschöpfungskette eine wichtige Rolle spielen.

00:37:16: zum Beispiel Das Solasi-Lizium, das kam lange Zeit auch aus Norwegen oder die Wafer.

00:37:23: Da gab es es in der Industrie und da gibt's Knowhow.

00:37:26: In der Schweiz baut man eben die Sägen, hat man Säge gebaut und die man eben auch braucht für die Waver.

00:37:33: also gibt es ganz gute Gründe warum man das ein bisschen größer ziehen sollte aber nicht zu sehr.

00:37:41: Also eben nicht die EU und vierzig frei handelsländer Und dann muss es ambitionierter sein.

00:37:49: Also im Grunde genommen die Rückkehr auf das, was mal der gelegte Entwurf war von dem wir auch wissen dass in manchen Teilen der europäischen Kommission als sehr sinnvoll angesehen wurde.

00:38:04: Man gibt auch Belege dafür, dass Impact Assessment also die Folgenabschätzung heißt.

00:38:11: das glaube ich auf Deutsch ... des IAA-Entwurfs, das bezieht sich witzigerweise gar nicht auf den Entwurf der jetzt tatsächlich vorgestellt wurde.

00:38:20: Sondern auch an dieser Leaks.

00:38:21: und da sind also diese drei Komponenten zum Beispiel drin... ...und dann wird auch geguckt was bringt es, was kostet es?

00:38:28: Und dann ist das Ergebnis kurz zusammengefasst.

00:38:30: Es kostet relativ wenig und bringt eine Menge!

00:38:33: Also das heißt, dass man jetzt sozusagen als impact.

00:38:37: Bericht sozusagen draußen hat deckt sich gar nicht mehr so also zieht sich sowieso gar nicht auf das was eigentlich

00:38:42: verabschiedet überhaupt nicht.

00:38:45: Ja okay verstehe ich dass man da natürlich dann nicht jubelt wenn das kommt.

00:38:51: auf der anderen seite wir haben jetzt auch den du hast ja vor angesprochen mit dem mobilfunknetz und die rollen haben sich gedreht chinesische Eigentümer, chinesische Unternehmen die in anderen Ländern unter anderem eben auch in europäischen Ländern selber dann aktiv sind zum Teil dann aber auch mit Unternehmen.

00:39:10: Mit eigenen Gründungen in den jeweiligen Ländern also die ja doch dann in den europäischen Ländern ihren Sitz haben.

00:39:16: und wir sehen es jetzt tatsächlich sogar bei der Solarmodulproduktion das jetzt einzelne Chinesische Unternehmen in Europa in Deutschland zum Beispiel auch in Ostdeutschland Werke aufbauen und dort produzieren.

00:39:30: Es kommt eben auch vor.

00:39:34: Wie verhält sich das zu euren?

00:39:36: Weil ich brauche es dann noch eine europäische Fabroduktion in diesem Sinne, European owned, European sourced ist das notwendig.

00:39:47: Das Ganze ist ja nicht voraussetzungsfrei.

00:39:49: der Industrial Accelerator Act hat Passage, wo er sich mit diesen ausländischen Direktinvestitionen auseinandersetzt und da steht denn drin.

00:40:01: Kann man machen aber nur unter zum Beispiel der Voraussetzung das.

00:40:06: Zum überwiegend Arbeitskräfte aus der europäischen Union beschäftigt werden also nicht eingeflogen in chinesien.

00:40:13: ich wundert warum das darin steht.

00:40:15: muss man nach italien gucken was da so unter made in italy schulen und Taschen produziert wird von wem?

00:40:22: Also das sind nicht unbedingt Italiener.

00:40:26: Das steht da drin, dass es auch eine ganz harte Anforderung und andere ist, dass ein bestimmter Anteil des Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden muss.

00:40:33: Und solche Dinge im Land oder in der Europäischen Union.

00:40:37: Aber Das zahlt ein auf den Gedanken, dass es schon was von den chinesen zu lernen gibt.

00:40:45: das ist auch so und die haben einfach diese industrie in den letzten jahren wahnsinnig groß gemacht.

00:40:49: sie sind auch technologisch also gut ab wirklich gut.

00:40:53: wenn du sagst vietnamesische module und chinesische modul im vergleich das heißt ja automatisch dass chinesischen module einfach auch technisch hervorragend sind.

00:41:01: es gibt welche lass mal so sagen und auch nicht alle.

00:41:04: die chinesien haben auch zum teil qualitätsprobleme sagen sie selber ist also hinlänglich.

00:41:11: Es kommt aber mit einem großen Markt auch von alleine und mit dem hohen Marktdruck, ne?

00:41:15: Also ich glaube es ist eher der Marktdrucks, weil das eben nicht einzelne Ausreißer sind.

00:41:20: Sondern es sind schon signifikante Mengen.

00:41:22: Und ... Das ist einfach eine Folge dieses Preiskampfes, die in China selber ja auch sehen und im eigenen Land haben.

00:41:29: In China selbst gibt's auch Anti-Dumping-Maßnahmen.

00:41:34: also was wir hier erleben, haben sie letztlich auch und versuchen uns zu bekämpfen.

00:41:40: Ähm, so jetzt hab ich einen Faden verloren.

00:41:45: Hilf mir mal bitte!

00:41:47: Warum braucht man europäische Hersteller

00:41:51: in

00:41:51: diesem Sinne?

00:41:52: Also die... Man brauch erstmal das wollte ich mich sagen dass das nur Hau und die Technologie und das kann man von China lernen Und das ist zumindest etwas wo man anfangen kann.

00:42:03: und es nimmt Das auf was Chinesen letztlich mit westlichen Lieferanten gemacht haben, also ob das jetzt Mobilfunk ist oder auch der Automobilbau.

00:42:15: Die haben gesagt kommt alle zu uns und investiert in Werke aber lieber nur in Minderheitsbeteiligungen und es muss noch Hauttransfer geben usw.

00:42:23: Und sofort... Haben denn die westlichen Unternehmen und Konzerne auch gemacht?

00:42:28: Und zum Teil ist das dann eben so geendet dass die Chinesen irgendwie gesagt haben ja danke jetzt haben wir's verstanden jetzt machen was selber.

00:42:36: So habe ich den zweiten Schrieb dieser Ableitung jetzt auch für Europa gehen wollte weiß ich nicht aber es ist nicht schlecht wenn man diese Möglichkeit hat zumindest.

00:42:46: Also letztlich reden wir ja davon, dass Europa bei der Energietechnologie die stärksten Kostensenkungen und die höchsten Wirkungsgrad Gewinne in den vergangenen Jahren gesehen hat weiterhin mitspielen kann.

00:43:00: also das ist ja nicht so dass die Geschichte jetzt zu Ende wäre sondern wir sehen ja weiterhin solche Kostenentwicklungen Abwärtskostenentwicklung und wir sehen weiterhin unglaubliche Wirkungsgradgewinne.

00:43:14: Und

00:43:15: neue Technologien?

00:43:16: Ja, genau das geht ja immer miteinander einher.

00:43:18: also die Wirkung gerade kommen natürlich über neue Technologie neue Prozesse zum Teil neuen Materialien.

00:43:27: Ich will jetzt gar nicht so technisch werden, aber das muss man einmal verstanden haben.

00:43:31: Wenn ich mir ein Solarmodul von heute anschaue und nehm' eins vor zwanzig Jahren, dann sind die äußerlich relativ ähnlich.

00:43:37: Da ist halt nur ein Aluminium-Ramdum... Sie sind recht eckig!

00:43:42: Ich hab eine Glasplatte, ich habe darunter Zellen, ich hab eine Rückseitenfolie, die sind irgendwie miteinander verschaltet.

00:43:47: Da hat sich schon was geändert.

00:43:49: Aber das grundsätzliche Prinzip ist jetzt nicht so viel anders geworden.

00:43:54: Das ist ein bisschen dünner geworden, aber nicht um Welten.

00:43:58: Und wenn du dir das Gewicht von damals anschaust und nimmst jetzt also Glas-Las-Modulmeine wegen von heute, dann ist das vielleicht ein bisschen leichter.

00:44:08: Aber auch da liegen keine Welten dazwischen.

00:44:11: Sondern wenn du rein nach dem Materialwert gehen würdest ... Dann würde das heutige Solarmodul wahrscheinlich mehr kosten als das von damals.

00:44:22: Aber der Wert des Solarmoduls bemüsst sich ja letztlich in Cent pro Watt.

00:44:27: Also was, wie viel Strom kriege ich da raus?

00:44:29: Und da hat es sich eben soviel getan dass man einfach mit der gleichen Menge Material durch bessere Technologie tolle Prozesse höhere Fertigungspräzisionen und so weiter.

00:44:39: hier bis

00:44:39: fünffall quasi

00:44:40: Ja genau.

00:44:41: also easy und ich finde das wirklich wahnsinn dass aus einem solarmodul jetzt sechshundert watt rauskommen.

00:44:46: Ich habe vor Fünfzehn Jahre eine Anlage gebaut damals monokristelline Solarmodule auch so.

00:44:53: Totale Standardtechnik aber die bisschen kleiner als was man heute so hat, aber die hatten nur das sich war.

00:44:59: Monocrysalin war damals auch schon straight, also oberes Ende.

00:45:03: Auch der Preislieger und der technologischen Entwicklung.

00:45:07: Genau!

00:45:07: Aber was ich sagen wollte ist... Also wenn man jetzt sagt die technologische Entwicklung, die geht weiter und der Wirkungsgrad gewinnen, da geht es auch weiter dann führt das automatisch dazu dass die Kosten, die spezifischen Kosten pro Watt werden weiter fallen.

00:45:20: Und da jetzt nicht mitmachen zu wollen bei dieser günstigsten Energieproduktion Technologie, die es überhaupt gibt als Land oder als Kontinent Europäische Union.

00:45:32: Das ist wirklich blöd!

00:45:34: Das ist sich also einen ganz wichtigen Pfeiler seiner wirtschaftlichen Sicherheit und seine wirtschaftliche Fähigkeiten abzuschneiden.

00:45:43: Also solange die Chinesen liefern ist das ja alles schön.

00:45:45: aber jetzt stellen dir mal vor machen sie nicht mehr und du bist auf einmal auf andere Technologien angewiesen auf einmal kostet.

00:45:52: Also läuft einfach die Schiere der Strom kosten immer weiter auseinander, weil ich nicht mehr diesen Zugang zu der modernen Technologie habe.

00:45:58: Das ist nichts was passiert von heute auf morgen aber in zehn Jahren sieht man das schon.

00:46:02: und nicht nur zur technologie Denn mit dem Wegfall von Produktionsstandorten fällt halt auch das entsprechende ausgebildete Personal, die entsprechende Infrastruktur.

00:46:13: Die Zulieferwege alles fällt weg und dass wieder aufzubauen von null ist einfach so viel aufwendiger als bestehende Strukturen zumindest halbwegs wettbewerbsfähig zu halten.

00:46:28: Das ist einfach ein... Ein Gamechanger in Zweifels Fall.

00:46:33: Da begibt man sich dann wirklich in großer Abhängigkeit, also ...

00:46:36: Ja, tust du?

00:46:37: Also es gibt so.

00:46:40: bei den Amerikanern sieht man das eigentlich gerade ganz gut, ne?

00:46:42: Die haben zwanzig-dreinzwanzig mit ihrem Inflation Reduction Act angefangen und gesagt, so was gibt jetzt wieder ein Geschäftsmodell für Made in USA Solar.

00:46:52: Und jetzt nach... Drei Jahren ungefähr kommen so die ersten Hersteller um die Ecke und sagen, wir haben da was.

00:46:59: Und das in Amerika liegt wirklich sehr viel Geld auf dem Tisch.

00:47:04: Das ist

00:47:04: so viel Potenzial?

00:47:06: Ja es ist nicht nur so viel potenziell sondern der Mechanismus im Inflation Reduction Act ist auch dass du umso mehr Gewinn mit deinem Projekt machen kannst.

00:47:16: Die eher du an Start gehst.

00:47:18: Es gibt also wirklich einen harten Druck möglichst schnell zu liefern und trotzdem dauert es drei Jahre.

00:47:24: Und auch mit Fassrekonehmigung und was alles.

00:47:26: Die geben sich da wirklich Mühe, das hab ich ja zum Teil bei meiner Burger so ein bisschen mitbekommen wie schnell das eigentlich geht in der amerikanischen Stadt alle Permits zu haben.

00:47:39: Das war ja ein Sprung in dem Moment wo hier in Deutschland klar war okay wir kriegen da keinen zusätzlichen Fuß mehr auf den Boden.

00:47:46: War ja im Prinzip sofort der Sprung die USA da?

00:47:48: Auch was die Produktion anging

00:47:51: Ja, das stimmt.

00:47:52: Das war dann der Ausweg, der gesucht wurde und nur mal um so ein Beispiel zu nennen.

00:47:57: Es gab ja dieses besagte Interessensbekundungsverfahren.

00:47:59: da sollten wir und andere Hersteller eben auch gegenüber der Bundesregierung darlegen was wir denn machen würden wenn sie jetzt einen sehr groß skaliges Solarproduktions-Supportprogramm aufsetzen würden.

00:48:15: Da sind es schon Milliarden.

00:48:17: Kann man ja auch schonmal eine Bewerbung quasi schreiben.

00:48:21: Diese Bewerbung zu schreiben hat uns sechs Wochen netterweise in den Sommerferien gekostet.

00:48:26: Okay, Augen auf bei dem Ruf, so passiert halt mal aber...

00:48:32: Und wenn du sagst wie meinst du dich und dein Team?

00:48:35: Ja es war also ich war involviert, aber das war dann eben auch noch ein anderer Kollegin Business Development und da brauchste auch tatsächlich Spezialisten.

00:48:41: Also gibt's Beratungsunternehmen die dir dabei helfen.

00:48:44: Das kostet dann auch wieder viel Geld.

00:48:46: So, also das ist denn so'n Team.

00:48:49: Und wie gesagt wichtig ist eigentlich die Zahl sechs Wochen an dieser Stelle.

00:48:54: Weil wenig später dann in den USA einen Standort gesucht wurde für eine Zellfabrik und sind die Kollegen also rüber gefahren, haben sich verschiedenes angeschaut, irgendwann sind sie fündig geworden... ...und auch innerhalb von sechs Wochen hatten Sie alles Unterschriftstreif im Mietvertrag lokale Förderprogramme und ein bisschen zum roten Schleifchen, das durchgeschnitten wurde.

00:49:21: Das Tempo hatten die da!

00:49:25: Das tut

00:49:26: weh, wenn man sowas hört.

00:49:29: Die deutsche Bürokratie an der Stelle und der politische Wille ist schlimm, weil es so viele Potenziale verbrennt.

00:49:39: Es ist vor allen Dingen mutlos.

00:49:44: Wir kamen uns irgendwann vor wie die großen Bittsteller.

00:49:47: Das war, hat sie es auch irgendwann in diesem Resilienzbonusprozess ein bisschen gekippt.

00:49:52: dabei hatten wir eigentlich gedacht naja ihr wollt ja eine Solareindustrie haben Europa hat da hochframende Ziele.

00:49:58: also im Grunde genommen habt ihr jetzt gerade bestellt und wir sagen euch mal wie das funktionieren könnte.

00:50:04: und da erwartet man jetzt eigentlich nicht ist alles der maß hinterfragt wird.

00:50:09: dass man quasi hier schon im trügerische Absicht unterwegs ist Ist ja vielleicht auch richtig, aber so läuft es dann eben hier und dann dauert das eben solange.

00:50:17: Und dann darf man sich vielleicht auch nicht darüber wundern wenn manche vorhaben denn hier nicht realisiert werden.

00:50:24: Okay jetzt haben wir auf deutscher Ebene ein Scheitern.

00:50:27: Wir haben auf EU-Ebene ein so zögerliches sozusagen vorgehen oder gar mal kann eigentlich auch von Scheittern sprechen an der Stelle für den Produktionsstandort.

00:50:37: so leiner wie Europa und Deutschland.

00:50:43: Darum

00:50:43: stehst du morgens noch

00:50:44: auf.

00:50:44: An das Scheitern mag ich noch nicht ganz so glauben, weil sich tatsächlich ja auch ein bisschen was gedreht hat.

00:50:49: Oder

00:50:49: Accelerator-Act ist ja durch?

00:50:51: Nein!

00:50:52: Na nein... Die Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt.

00:50:56: Die Kommision hat in der Europäischen Union das Initiativrecht für Gesetzesvorhaben.

00:51:01: Das soll es sein und jetzt sind die Co-Gesetzgeber am Zug des Europäischer Parlament und auch die Mitgliedstaaten.

00:51:09: Oder weißt du, wie das Parlament besetzt

00:51:10: ist?

00:51:10: So wie das strucksche Gesetz.

00:51:14: Sowas gibt's schon auch in Brüssel.

00:51:17: Das ist jetzt nicht so dass da die... Ein Gesetz

00:51:18: kommt so raus, wie es ins Parlament geht.

00:51:22: Also das formiert sich gerade alles.

00:51:26: Wir nehmen schon auch von Europaabgeordneten wahr, dass dies wichtig finden, dass es nach heimische Produktionen gibt und jetzt kommt es eben drauf an gute Argumente zu finden.

00:51:37: Also das Verfahren wird über den Rest des Jahres ungefähr laufen und die nächsten Monate sind schon ziemlich entscheidend umzusehen, ob sich dann noch was ändern lässt.

00:51:47: aber wir sehen auch gerade die Regionen... die europäischen Regionen sehr stark verbündete sein können.

00:51:57: Weil bei denen sind ja nun mal diese Industrie-Arbeitsplätze und haben große Sorge, dass ihnen die jetzt wegbröckeln.

00:52:04: Da bleibt doch die Gewerbesteuer hängen quasi im Zweifelsfall?

00:52:07: Ja alles!

00:52:09: Die Arbeitslosen, die sozialen Folgen sag ich mal, die sowas dann hat oder umgekehrt auch das blühende Leben

00:52:20: Das ist so.

00:52:22: Und man sieht ja an anderer Stelle, dass es tatsächlich auch recht flott gehen kann wie zum Beispiel beim Verbot oder beim Ausschluss chinesischer Wechselrichter bei europäisch geförderten Solarprojekten.

00:52:35: Glaubst du denn also erst mal?

00:52:37: Wie stehst du dazu und ich sehe natürlich Bei den Wechselrichtern dieses Probleme der Cyber Security, wo wir vielleicht auch noch mal ganz kurz darauf eingehen können.

00:52:46: Dass es bei den Solarmodulen in der Form nicht gibt.

00:52:49: Deswegen ist so eine schnelle Reaktion vielleicht nicht erforderlich aber man sieht dass es solche

00:52:53: schnellen

00:52:54: Prozesse geben kann.

00:52:57: Ja die Wahrnehmung das es schnell ist die trügt aber okay.

00:53:04: also es ist schnell leer das gebe ich schon zu.

00:53:08: Aber angefangen hat das eigentlich schon im April, April oder April, als der Energiekommissar Daniel Jörgensen öffentlich verkündet hat.

00:53:20: Dass sich seine Generaldirektion jetzt dieses Thema Cyber Security bei PV mal ein bisschen genauer anschaut.

00:53:29: und das war natürlich auch nicht der Startschuss sondern das war der Zeitpunkt wo sie gedacht haben da scheint schon irgendwas dran zu sein.

00:53:38: Das haben sie seitdem gemacht und es ist an den verschiedenen Stellen wieder aufgepoppt.

00:53:44: Zum Beispiel im Dezember ist die European Economic Security Doctrine erschienen, das ist eben so ein Strategiedokument der Kommission zur wirtschaftlichen Sicherheit.

00:53:59: Und da sind Solarinwörter und Cybersecurity auch schon erwähnt worden oder als Cyber Security Act von der Kommission im Europäischen Parlament vorgestellt, wo ich glaube im Februar dieses Jahres hat die Kommissarin Helena Wilken auch explizit Solarinwerter genannt.

00:54:21: Das markiert das ist das was man so öffentlich sieht.

00:54:25: und wir waren... die ganze Zeit über mit der Kommission im Austausch.

00:54:29: Die haben da sehr intensiv dran gearbeitet, ist jetzt nicht so dass sie sich mal Ende März zusammengesetzt haben und dann haben wir wieder was entscheiden, was machen heute?

00:54:36: Ah ja, so Laienwärter waren immer schon wichtig!

00:54:38: Ja

00:54:38: aber ein Jahr ... Ein Jahr ist nix.

00:54:40: Das

00:54:41: ist die Diskussion laufen ja schon länger, aber das ist also nicht über Nacht gekommen zumindest, sondern sicherlich mit ein zwei Jahren Vorbereitung.

00:54:54: Aber es geht.

00:54:55: Ja, ja es geht.

00:54:55: Also das ist auch das was mich so ein bisschen hoffen lässt.

00:54:58: also die Lehren der Vergangenheit sind eigentlich hier.

00:55:02: man hört dann aus der Kommission immer ne geht nicht geht nicht und irgendwann geht's aber doch.

00:55:09: und anderes Beispiel ist eben auch dieses Made in Europe haben sie auch ganz lange gesagt geht nicht.

00:55:14: Und geht aber doch.

00:55:17: Gerade dieses Thema Sicherheit erlaubt es auch, dass so was geht.

00:55:22: Also wenn man sich mal anschaut wo hat's eigentlich die ganze Zeit Local Content Regelungen gegeben also wo auch unter quasi Btu Erlaubnis Dann ist das der ganze Sicherheitsbereich und Verteidigung.

00:55:35: also da konnten die Mitgliedstaaten immer schon sagen wir kaufen aber nur in Europa und Energie ist nun schon auch sicherheitsrelevant, damit unsere Gesellschaft funktioniert.

00:55:45: Und Solarenergie durch die großen und immer wachsenden Anteile und wie gesagt durch die preisliche Sinnhaftigkeit an der Stelle ist einfach was Autonomie Resilienz und strategische sozusagen Vorbereitung oder Ausrichtung überhaupt angeht mittlerweile eben auch entscheidend Und eigentlich müsste dann entsprechender Fokus genauso drauf gelegt werden und diese Sachen möglich gemacht

00:56:12: werden.

00:56:13: Ja, genau!

00:56:14: Also auch tatsächlich ganz praktisch.

00:56:15: also wenn man mal in die Ukraine schaut was wird denn da eigentlich angegriffen?

00:56:19: Dann sind das zentrale Energieversorgungsanlagenkraftwerke und Umspannwerke.

00:56:25: Genau das kann ich ja mit Photovoltaik vor die Klammer ziehen.

00:56:31: Also mein weiß nicht bei Konk oder Sachkraftwerk braucht keinen Umspannwerk ist auch keine zentrale Anlage, die ist also gar nicht so leicht anzugreifen.

00:56:39: Aus diesen Gründen ist es dann eben auch ein Sicherheitsthema.

00:56:41: Es kursieren ja auch Bilder und Videos aus Syrien, aus Aleppo

00:56:46: usw.,

00:56:47: wo man sieht wie diese Resilienz lokal aufgebaut wird, wie wirklich eigentlich die ganze Stadt mittlerweile ausgestattet ist jedes einzelne Hausdach mit Solarmut holen um einfach diese Autonomie an der Stelle in einem Land, wo eben die Energieversorgung unsicher ist hergestellt werden kann.

00:57:05: Aber jetzt schlagen wir mal die Brücke wieder zu Cyber.

00:57:08: also wenn ich jetzt keine Bomben drauf schmeißen kann weil es so schön verteilt ist gibt's vielleicht andere Möglichkeiten dann hackigsebene.

00:57:15: und wenn ich also staatliche Akteur bin und meine Gesetzgebungen das erlaubt dass sich mein Unternehmen sagen kann ihr müsst jetzt leider hacken oder baut mir eine Hintertür dann mache ich selber Und das ist in China ebenso dann haben wir auch nicht so viel gewonnen.

00:57:30: Das ging mir jetzt ein bisschen schnell, das ist in China so, gingen wir jetzt ein bißchen schnell und ich will es nicht zu lange ausdehnen.

00:57:37: aber ich habe durchaus die Medienberichte verfolgt zum Thema Cyber-Sicherheit von chinesischen Wechselrichtern und es gab da eine gezielte, in meinen Augen, auch ne gezielte Kampagne in, ich glaube, zwei fünfundzwanzig, vierundzehn zwanzig

00:57:55: wo

00:57:56: angeblich in chinesischen wechselrichtern oder entsprechenden bauteilen bestimmte schaltkreise gefunden wurden oder empfänger oder wie auch immer.

00:58:08: alles ganz ganz schwammig formuliert und man hörte raus es geht darum an der stelle auch angst vor solchen sachen zu schüren.

00:58:15: deswegen ist das ein bisschen schwierig für mich.

00:58:17: wenn du das in einem halbsatz abtust geht einmal ein bisschen wie sofern kannst ein bisschen genauer drauf ein.

00:58:23: Was für Risiken sprechen wir hier?

00:58:25: Weil ein offiziellen Bericht darüber, dass es eine Software hinter Tür oder Staaten eingreifen kann gibt.

00:58:32: Oder das es irgendwelche verdeckten nicht in den Datenblättern oder technischen Zeichen auftauchenden Schaltkreise gibt mit Empfängern die eigenen Daten an irgendwelchen IP-Adressen ob Skuren senden oder so was habe ich nicht.

00:58:45: Gibt's nicht!

00:58:45: Habe ich nicht gesehen nirgends.

00:58:47: Also zur Frage der... Cyberrisiken, die es überhaupt gibt.

00:58:51: Gibt's eine Studie von DNV?

00:58:53: Von auch März oder April zwanzig fünfzwanzig... ...die verschiedensten Cyberrisken von Solarwechselrichtern durchdekliniert.

00:59:04: und dann gibt's zum einen technische Risiken.

00:59:06: Das ist jetzt mal ganz platt.

00:59:08: ein vorangestelltes Passwort eins zwei drei vier fünf

00:59:10: Oder einem nicht wieder zusammenbrechendes Einrichtungs-WLAN mit Standardpasswort.

00:59:16: Genau also solche Sachen und das ist natürlich Schlimm, darf man nicht machen.

00:59:21: Aber es gibt eben auch nicht technische Risiken.

00:59:23: und das größte Nicht-technische-Risiko aus unserer Sicht ist eigentlich ein Firmware Update, dass sich nicht kontrollieren lässt.

00:59:32: Jeder Wechselrichter hängt heutzutage am Internet.

00:59:35: zum Teil müssen sie's einfach auf, weil sie gesteuert werden Und jeder Wechselrechter kriegt auch regelmäßig Firmwaupdates.

00:59:43: Zum Teil höre ich von unseren Mitgliedern alle zwei Wochen oder so Was in diesen firmware updates dann passiert.

00:59:50: genau was dir auslösen, das kann dir wirklich keiner sagen und logischerweise kommen die dann von den.

00:59:59: Von den Herstellern der Wechselrichter also nicht von irgendwelchen zertifizierten dritt Anbieter oder so dem man vielleicht mehr vertrauen würde.

01:00:06: und wenn du eigentlich chinesische Entitie bist das unternehmen oder Person oder fein dann unterliegst du dem weisungs der Weisungsbefugnis letztlich der kommunistischen partei beziehungsweise dann eben auch Der chinesische geheimdienstbehörden.

01:00:21: also es steht im chinesischen geheim dienstgesetz eben drin und Das risiko besteht dass von dort eben die ansage kommt mach uns doch mal eine hintertür oder Nimm ne Konfiguration in die Firma mit rein, die unter ganz bestimmten Konditionen.

01:00:40: Also ... bestimmte Netzfrequenz, bestimmte Uhrzeit, bestimmter Jahreszeit oder sowas.

01:00:46: zu nem komischen Fehlverhalten des Wecksgerichtes führt das dann einen Kaskarteneffekt auslöder.

01:00:50: Es muss jetzt nicht der berühmte Kill Switch sein, dem ich die Hintertür öffne, sondern es kann auch was anderes sein.

01:00:57: Das ist erst mal der legale Weg aus chinesischer Sicht, wie man so etwas machen kann.

01:01:02: Und jetzt ist ja die Frage, ist es nur ein Hirngespinst und ist das Angstmacherei oder hat das vielleicht doch noch einen fundierteren Hintergrund?

01:01:11: Es gibt eine Studie der Universität Prag beziehungsweise des Cyber Security Centers da.

01:01:18: Die haben sich mal angeschaut was sind eigentlich... Was ist eigentlich ein?

01:01:24: Studien aus China zum Thema Verletzlichkeit von europäischen und amerikanischen Stromnetzen so publiziert in wissenschaftlichen journalen und die sind auf mehrere tausend studien gekommen.

01:01:38: Und viele davon von militäruniversitäten und zum teil haben sie modelle real world models aufgebaut um zu schauen was man da so tun kann.

01:01:49: also Was man daraus ableiten kann, ist sie wissen zumindest wo unsere Schwachstellen sind und Sie haben die Möglichkeiten auch zu nutzen über die Wechselrichter.

01:01:58: Ob Sie das jetzt tun oder nicht?

01:01:59: Ganz andere Geschichte.

01:02:01: Aber jetzt frage ich dich mal angenommen du wohnst in einem Haus zwei Wohnungen.

01:02:06: Ihr seid Nachbarn Jeder von euch hat Strom Der Hauptschalter für eure Stromversorgung der ist aber nur in der Wohnung deines Nachbahns und nicht nur in Deiner.

01:02:16: So lange ihr jetzt ganz gut miteinander könnt ist es wahrscheinlich kein Problem In dem Moment, wo sich die Beziehung verschlechtert.

01:02:24: Ist es vielleicht nicht so schön, löst ungutes Gefühl aus in dem moment?

01:02:29: Wo der vielleicht mal aussieht jemand anders zieht ein der... Vielleicht auch komisch drauf ist.

01:02:35: man weiß ja nie wer da so einzieht.

01:02:36: kann das zum problem werden weil er einfach was weiß ich du machst die musik mal bisschen lauter.

01:02:40: das hat eine wirklich aus.

01:02:43: so.

01:02:43: dass ist ungefähr die situationen in der wir sind.

01:02:45: also Kannst auch nicht sagen das passiert in jedem falle Aber ausschließen kann man es eben auch nicht und weil so viel davon abhängt, ist es ein relativ großes Risiko.

01:02:56: Also das ist ja immer ein Risiko wird ja so berechnet Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses mal möglicher Schaden.

01:03:02: Eintrits Wahrscheinlichkeit würde ich jetzt gar nicht als so hoch bewerten.

01:03:07: also ich hoffe ja auch dass auf allen Seiten in den Regierungen einigermaßen vernünftige Menschen sitzen.

01:03:16: aber der mögliche Schaden ist einfach gigantisch.

01:03:20: Auch da ist dann die Lösung sicherlich nicht nur.

01:03:26: Entsprechende Vorgaben zu machen, entsprechende Ausschlüsse vorzunehmen von eben Technologie aus Ländern, die aus anderen Ländern sondern auch lokale Kapazitäten aufzubauen und lokale Server am Laufen zu haben, die über europäische Gesetze einfach entsprechend sicher sind.

01:03:45: und Da sehen wir also genau die Equivalenz zu dem, was ihr als Verband für die Solarindustrie... ...für die Solarmodulherstellung versucht durchzusetzen.

01:03:57: Ja und letztlich auch für die Wechselrichter herrscht oder sind ja auch bei uns Mitglied?

01:04:02: Das schon aber man muss da jetzt ein bisschen genauer hingucken.

01:04:04: Also der der National Industry Act verlangt auch heute schon wenn du z.B.

01:04:13: chinesische Wechselrichter einsetzt bei so einem Netzgeo-Industrieakt-Oktionen, dass da ein Datenschutzkonzept gemacht wird, datenschutzplan.

01:04:22: und er verlangt auch das Betriebsdaten nicht außerhalb der europäischen Union geschaffen werden also auf Servern hier liegen.

01:04:31: Das ist alles gut, was man das macht klar machen aber auch die chinesischen Wechselrechteanbieter kriegen die hin.

01:04:37: Aber die Filmeupdates Kommt immer noch aus.

01:04:39: Genau, da gibt es eben zwei unterschiedliche Kategorien.

01:04:44: Das eine ist der Aggregator von letztlich Betriebsdaten oder die Aggregatur, der die Anlage steuert um zum Beispiel am Stromhandel teilzunehmen und das andere ist der technische Aggregatoren.

01:04:57: Und das ist dann eben der Hersteller.

01:04:59: Also selbst wenn du sagst ja direkt vom Markt, wo die läuft ja über europäische Anbieter und alles gar kein Problem würde ich auch sagen Der Steuerungszugriff ist wahrscheinlich auch kein Problem, aber trotzdem hast du noch eben den technischen Aggregator.

01:05:13: Und jetzt mal unabhängig von der Frage sind chinesische Anbieter vielleicht ein besonderes Sicherheitsrisiko?

01:05:23: Aktuell haben wir zwei große Anbiter von Wechselrichtern in Europa und ... Ganz genauen zahlen aber die haben jedenfalls sehr hohe, zweistellige installierte Kapazitäten also jeweils Richtung hundert gigawatt oder so.

01:05:40: Die arbeiten auf sehr ähnlichen plattformen.

01:05:45: Das ist natürlich auch sowieso ein interessantes hacking-ziel.

01:05:48: Also wenn ich da einmal reingekommen bin zum hersteller dann kann Ich als hacker die europäische Stromversorgung über diesen Weg Alarm legen.

01:05:59: Das ist jetzt komplett unabhängig, das würde genauso gelten wenn der Steller aus Japan kommen würde oder aus den USA und eben solche hohen Marktanteile hätten.

01:06:07: aber es ist einfach ein Klumpenrisiko.

01:06:09: Aber auch da um das dann abzuschließen Ist die Lösung Ein lebendiger Wettbewerb in einem großen Markt der das ja auch hergibt.

01:06:19: also dass wir keine Monopole oder Diopole in dem Sinne haben sondern dass wir zehn mit unterschiedlichen Technologien arbeiten, damit unterschiedliche technologischen Vorspringen sich etablierende Anbieter haben und gesunden Wettbewerber und einen gesunden Markt.

01:06:35: Von dem nicht nur die Leute denn da arbeiten und ins Sozialsystem einzahlen und die Gewerbesteuer usw.

01:06:41: profitieren sondern eben auch diese Sicherheitsfaktoren entsprechend erhöht werden durch Vielfalt.

01:06:50: Und ich glaube, das ist ein Ziel auf das wir uns einigen können.

01:06:52: Vielfald in der europäischen Solarindustrie dafür kämpfen mir, glaub' ich beide.

01:06:57: Ein Level-Playing-Field, das wäre ganz gut wenn wir das hätten diese berühmtberüchtigte Chancengleichheit.

01:07:04: Ein wunderschönes Schlusswort an der Stelle!

01:07:06: Prima!

01:07:06: Daran arbeiten wir, danke dass du da warst.

01:07:08: Danke

01:07:08: dir fürs Gespräch.

01:07:09: So tief auch mit mir in die Materie eingerückt bist und ich freue mich auf den weiteren Kontakt

01:07:15: Danke gleichfalls.

01:07:16: Vielen Dank für die Vorbereitung und das Gespräch.

01:07:18: Sehr gerne, bis dann!

01:07:19: Tschüss!

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