#11 - "Bürgerenergie stärkt die Rumpfmuskulatur der Energiewende" - Arwen Colell

Shownotes

Heute zu Gast: Dr. Arwen Colell — promovierte Politikwissenschaftlerin, Aufsichtsrätin bei der Bürgerenergie Berlin und dem Bündnis Bürgerenergie sowie Gründerin von decarbon1ze. Mit ihrem Startup will sie Haushalte energetisch vernetzen und ihre Flexibilitäten für das gesamte Stromsystem nutzbar machen – quasi als virtueller Energienetzbetreiber.

Wir sprechen darüber:

wie sich die Flexibilität von Solaranlagen, Speichern und anderen Verbrauchern intelligent vernetzen lässt, warum Digitalisierung und Flexibilisierung des Stromnetzes stocken, wie Bürger von ihrer neuen Rolle im Energiesystem profitieren können und warum gute Rumpfmuskulatur bei der Energiewende hilft.

Links:

Webseite von decarbon1ze: https://decarbon1ze.com/de/

Webseite von Kleines Kraftwerk: https://kleineskraftwerk.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir haben Druck auf dem Kessel an ganz vielen Stellen.

00:00:04: Wir haben unheimlich viel erneuerbare Erzeugung, dankenswerterweise...

00:00:10: Und jetzt brauchen wir die Flexibilität?

00:00:11: ...und

00:00:11: wir brauchen die Flexabilität!

00:00:12: Und wir reden unheimlig viel übers Abregeln und wir reden ganz, ganz wenig über's Zuschalten, obwohl das doch die Chance ist.

00:00:19: Ich bin immer team-ungeduld.

00:00:21: Ich pönalisiere das wenn es nicht geht ich verhau' dich.

00:00:24: Die Energiewende isst An ganz vielen Stellen kein technisches Projekt, sondern sie ist ein gesellschaftliches Projekt.

00:00:32: Und Menschen sind wirklich deutlich besser als ihr Ruf!

00:00:39: Herzlich willkommen zur aktuellen Folge von Die Wattstunde – dem Podcast von Kleines Kraftwerk für Klartext zu Energiewende.

00:00:47: Unser heutiger Gast ist Dr.

00:00:49: Arwen Kolell.

00:00:51: Arwin ist promovierte Politikwissenschaftlerin Aufsichtsräte bei der Bürgerenergie Berlin und dem Bündnis Bürgerenergy und Gründerin von DeCarbonize, einem Start-up das Haushälte energetisch vernetzt und damit deren Flexibilitäten für das gesamte Stromsystem verfügbar macht quasi ein virtueller Energienetzbetreiber.

00:01:11: In unserem Gespräch geht es um die Rolle der Bürgerenergie bei der Energiewende, um die Mühen der Ebene bei der Digitalisierung und Flexibilisierung des Stromnetzes und um ihre ganz eigene Motivation bei ihrem Einsatz für eine Energiewelt, die den Bürger in den Mittelpunkt stellt.

00:01:27: In diesem Podcast laden wir ausschließlich Menschen ein, die aktiv an der Energiewende beteiligt sind und die noch immer bestehenden Hürden bei ihrer Umsetzung nicht nur klar benennen können sondern auch Lösungen für ihre Überwindung erarbeiten.

00:01:42: Wenn du auch wichtig findest dass Klartext- und Lösungsorientierung mehr Öffentlichkeit bekommen sollten dann teile dieses Video.

00:01:49: schenk uns einen Daumen hoch und um die nächsten Folgen nichts zu verpassen folge einfach dem Kanal.

00:01:56: Nun aber zum Gespräch mit Dr.

00:01:59: Arwen Kolell!

00:02:01: Ja, Arwen, schön dass du da bist.

00:02:03: Herzlich willkommen erstmal bei unserem Podcast.

00:02:05: Vielen Dank für die Einladung

00:02:06: Aber gerne Ich möchte mal ein bisschen komisch einsteigen Denn vornam ist Arwen.

00:02:17: Aben ist ja die Prinzessin von Bruchthal und spätere Königin von Minas Tirid.

00:02:25: Sind deine Eltern Nerds oder gibt es einen anderen Grund dafür?

00:02:30: Das ist ein ausgedachter Name, den gibt es nur im Händeringe.

00:02:34: Ich heiße auch schon immer so.

00:02:36: Ich hieß nicht vor den Filmen anders und dachte, dass ich mich aufpeppe.

00:02:42: Das Buch gibt's ja schon länger.

00:02:43: Das Büro ist ganz alt aber das war tatsächlich ... glaube ich, mit die häufigste Frage, die ich bekommen habe nachdem die Filme rausgekommen waren.

00:02:50: Und wie hieß du vorher?

00:02:52: Ich heiß schon immer so ... und meine Eltern haben mir das immer so erzählt, weil ich hab tatsächlich schon lange bevor die Filmen rauskamen, hab ich gefragt warum heißt ich Arwin und habe keinen anständigen Mädchennamen der mit A aufhört.

00:03:08: Weil alle, die ihr kannte, Namen hatten, die mit a aufhören Und meine Eltern sagten einfach, sie hätten irgendwie verschiedene Namen sich so überlegt damals.

00:03:23: Mein Vater hätte irgendwann gesagt, wir könnten Sie Arwen nennen und meine Mutter hätte gesagt das tun wir und das war das Ende des Gesprächs.

00:03:29: Okay.

00:03:30: Schneller Entschluster

00:03:30: an der Stelle?

00:03:31: Genau!

00:03:32: Der eigentlich interessante oder witzige Teil ist aber dass meine kleine Schwester Lief heißt... ...und ja dann die Arwen in den Filmen von einer Lief gespielt wurde und das fanden wir natürlich sehr ulkig.

00:03:44: Okay, aber das war vorher ja nicht absehbar.

00:03:46: Das war nicht abseebar und wir heißen auch nicht alle so.

00:03:50: also wissen meine Eltern sind jetzt keine Lord of the Rings Nerds Und meine meine Kinder heißen Auch Nicht nach Den Büchern.

00:03:58: Aber Du hast später Ja Dann dich für ein Politikstudium entschieden, ist das auch schon aus dem Elternhaus mitgegeben worden?

00:04:08: Also sind deine Eltern Akademiker

00:04:09: ... Weil die Königin werden wollte meinst du.

00:04:12: Aber nee, das meinte ich jetzt nicht unbedingt.

00:04:14: Nee aber ich meinte es gibt ja die Kinder von Akademikern werden Akademika... Ist das bei dir auch so?

00:04:20: Bei mich ist es tatsächlich anders!

00:04:21: Ich bin da auch ganz happy drüber, aber ...

00:04:24: Also meine Eltern sind Künstler beide, sie sind Musiker und insofern akademiker als das ist ja auch noch Schulstudium dann, wenn man wirklich das als Beruf ergreift.

00:04:36: Und aber nicht klassisch ein Akademikerstudium, wie man das vielleicht aus den Sozialwissenschaften oder den Geisteswissenschaftinnen oder so was erwarten würde.

00:04:49: Aber meine Eltern sind gesellschaftlich schon immer sehr interessiert gewesen und dieses Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge ... war immer da, war auch viel Gesprächsthema.

00:05:02: Auch Umwelt- und Klimaschutz war viel Gesprächsthema schon als ich ein Kind war bei uns zu Hause ... Und auch dieses grundsätzliche Verständnis von Gesellschaft als etwas, was man gemeinsam gestaltet, wofür man gemeinsam Verantwortung übernimmt und dass das zum Leben dazugehört sich zu interessieren für andere und sich zu überlegen wie das Zusammenleben gelingt.

00:05:26: Ich glaube, das ist schon auch was, Für mich, zumindest in der Musik im künstlerischen Unmittelbar angelegt ist.

00:05:32: ja das ... Der Dialog.

00:05:34: Das ist immer ... Genau!

00:05:36: Du brauchst ... Kunst ist nichts ohne jemanden, der die sie wahrnimmt, ne?

00:05:41: Genau und auch ohne diesen Wunsch zu sagen ich schicke was in die Welt und will spüren, was es auslöst und will empfangen, was zurückkommt so.

00:05:55: Ja, dass ... Merke ich auch bei deiner Tätigkeit.

00:06:02: Ich bin immer mal wieder auf dich gestoßen, sag ich mal in den letzten Jahren und da merkt man schon du hast auch so ein Sendungsbewusstsein irgendwo.

00:06:11: Du bist ja eine öffentliche Person auch in der Hinsicht oder gehst gerne eben auch an die Öffentlichkeit mit deinen Botschaften.

00:06:20: Ich finde,

00:06:20: das ist ein total interessantes Wort.

00:06:22: Das hat schon mal jemand über mich geschrieben in einem Zeitungsporträt und ich finde Sendungsbewusstsein tatsächlich ein komisches Wort, weil das so klingt als würde man rausgehen oder was erzählen nur um ... Was zu erzählen?

00:06:38: Für mich!

00:06:39: Für mich ist das so'n Wort.

00:06:40: Ähm... Und ich hab ... Ich geh gerne raus, ich erzähl auch gerne.

00:06:47: Ich bin gerne im Austausch, ich hab auch keine Scheu irgendwie und ich habe auch keine Schwierigkeiten damit öffentlich zu sprechen.

00:06:55: Aber das liegt nicht daran, dass ich gerne draußen rumtourne, sondern es liegt daran, in diesem Sektor arbeite, dass ich wirklich hinter diesen Themen stehe.

00:07:07: Dass das meine volle Überzeugung ist, dass wir die Energiewende brauchen und Teilhabe brauchen.

00:07:13: Das ist nur gelingt wenn wir Brücken schlagen vor allem auch zu den Menschen die bisher nicht Teil der Energiewände sind Und dass das eben wiederum nur gelingt, wenn man in den Austausch geht.

00:07:24: Deshalb tue ich das gerne!

00:07:26: Aber ich finde tatsächlich, dass Wort-Sendungsbewusstsein da immer so ein bisschen schwierig war, das klingt wie ein ... Das ist auch für die Quatscht immer und das möchte ich nicht gern sein, ne?

00:07:33: Ich möchte nicht gern, dass jemand denkt, ach, die schon wieder.

00:07:37: Nee, so, nehm' ich das jetzt eigentlich nicht wahr des Wortes, deswegen war das auch nicht gemeint.

00:07:42: Würde ich denn eher sagen so vielleicht... Meinungs-Exhibitionismus oder so, vielleicht nehmen wir das.

00:07:49: Das ist vielleicht ein bisschen grafischer an der Stelle.

00:07:52: Nee tatsächlich merkt man natürlich dass bei dir immer so ein bisschen eine Botschaft.

00:07:57: dahinter ist es logisch nicht nur ein bisschen sondern sogar sehr.

00:08:01: und du sagst es ja Du bist...du scheust dich auch nicht Und du hast ja von früher an, wie gesagt, du hast dieses Politikstudium damals gewählt und hast während des Studiums auch schon aktiv die Berliner ... sagen wir mal genau.

00:08:21: Bürgerenergie Berlin-EG mitgegründet also eine energiegemeine Genossenschaft quasi da.

00:08:28: Wenn ich an meinen Studium zurück denke, ich hatte da andere Hobbys.

00:08:32: Okay so!

00:08:35: Tja, das frage ich mich jetzt im Nachhinein auch.

00:08:38: Aber wie kommst du denn ... Dass du das Potenzial dazu hast?

00:08:42: Ja!

00:08:42: Aber man braucht ja dazu auch entsprechende Kontakte und entsprechende, sagen wir mal ganz handfeste konkrete Vorstellungen, wo man eigentlich hin will in dem Studium weitestmäßig früher.

00:08:53: Ich glaub drittes Jahr oder zweites Jahr oder so ein Studium.

00:08:56: Wie kam es denn da zu?

00:08:58: Also tatsächlich kam das wegen meiner Hobbys.

00:09:00: Okay... Und Im Studium in den Politikwissenschaften gucken auf die Welt durch die Brille der Macht.

00:09:13: Es gibt sogar so ein Standardwerk aus den Dreißigerjahren, das heißt wer kriegt was, warum und wie?

00:09:21: Who gets what when and how oder nicht warum sondern wann und wie.

00:09:26: Und ... Was ich damit meine ist dass wir sehr stark immer auf den Zusammenhang und das Zusammenspiel von Macht- und Interessenverbindungen gucken in der Politikwissenschaft.

00:09:40: Das ist was, was einfach in dieser Fachlichkeit so drinsteckt immer gemacht habe, sofort gemacht habe nach der Schule ist arbeiten neben dem Studium.

00:09:53: Es war klar ich muss arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

00:09:55: das ging auch damals noch in Berlin dass man als Studentin arbeitet und dann davon leben kann.

00:10:01: und ich hatte auch Glück und wurde gefördert durch ein Stipendium.

00:10:04: aber Ich wollte auch immer arbeiten und ich wollte fachbezogen arbeiten.

00:10:10: Und hab im ersten Semester mich kurzerhand beworben bei der damaligen Direktorin im Forschungszentrum für Umweltpolitik an der Uni, weil ich dachte ... An der FU Berlin?

00:10:22: Weil ich dachte das ist doch schlau!

00:10:23: Ich kann hier an der uni arbeiten, ich habe kurze Wege... Und ich hatte total Glück, dass die gesagt hat, das ist zwar eine Erstsemesterstudentin, die noch keine Ahnung hat aber die will ich haben, die sie Professorin Amerikanerin ist.

00:10:39: Und noch keinen Deutsch oder kaum Deutschsprach und sagte, ich brauch jemanden der Fließendweide sprachen kann.

00:10:44: Weil ich Fließen-Deutsch in Englisch spreche und leicht dazwischen wechseln kann, sagte sie, die nehmen

00:10:48: wir.".

00:10:49: Das

00:10:49: heißt du hast Hogwarts-Word-and-Wall?

00:10:52: Auf Englische

00:10:53: gelesen im Ordinal ... Genau!

00:10:57: Und dann... Sie war Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen.

00:11:01: Mhm.

00:11:03: Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat damals ein Sondergutachten geschrieben, European Super Smart Grids.

00:11:09: Und das heißt, seit meinem zweiten Semester im Studium bin ich einfach total überzeugt davon gewesen, dass Stromnetze das Aufregendste sind!

00:11:20: Was ist so?

00:11:21: Oder was heißt die Gestaltung von Stromnetzen und die Rolle ... vom Stromnetz für die Energiewende, von der Vernetzung und Verbrauch einfach total unterschätzt

00:11:31: ist.

00:11:31: Und die darin eingegossenen Machtverhältnisse?

00:11:35: Die auch aber eben auch die Spielräume, die sich daraus ergeben.

00:11:39: Das war sozusagen fachlich, weil das deshalb ganz früh so eine Verknüpfung bei mir zwischen Politikwissenschaften und Energiepolitik, Energiepolitik-Analyse, Energiewirtschaftsanalyse, Regulierung dieser ganzen Möglichkeitenraum sag ich mal ... Und weil ich ja aber aus einer Musikerfamilie komme, hab' ich immer Musik gemacht und auch im Chor gesungen.

00:11:58: Ich hatte das große Glück, dass meine Sopranennachbrenn Luise sowohl politisch interessiert als auch energiewirtschaftlich aktiv war.

00:12:10: Wir haben damals, also zum Jahr zwölf, ganz viel darüber gesprochen, dass es in Berlin eine Ausschreibung geben sollte zum Stromnetzkonstationsverfahren

00:12:21: ... Ah ja!

00:12:23: Also, Konzessionen sind vergebend.

00:12:27: das Recht auf Zeit einen bestimmten Teil der Infrastruktur zu besitzen und zu betreiben.

00:12:33: Zu verwalten?

00:12:34: Genau!

00:12:35: Und diese typischerweise laufen die zwanzig Jahre.

00:12:38: und als in den neunziger Jahren eben der Energiebereich liberalisiert wurde und erstmals sozusagen diese Idee aufkam dass man Netze- und Vertriebunterzeugung anwandelt also voneinander entflechtet wurden diese Konzessionen vergeben und dementsprechend liefen dann also, fünfzehn-zwanzig Jahre später Land auf, Land ab.

00:12:58: Diese Konzessionsverträge aus so auch in Berlin.

00:13:01: um zwei tausend elf Beziehungsweise Zwei Tausend Zwölf musste dieses Verfahren eröffnet werden und es gab einfach ein zweitausend Elb überhaupt keine Diskussion im Land berlin darüber an der Stadtgesellschaft.

00:13:12: was heißt das eigentlich Netzbetreiber?

00:13:13: Was ist denn das verteilen?

00:13:15: jetzt spielt das eine Rolle für uns in der Energiewende Und wir waren

00:13:20: Zeiträume von zwanzig Jahren.

00:13:22: Das ist auch nichts, was einen täglich beschäftigt.

00:13:25: Nein!

00:13:25: Und es ist natürlich auch nicht etwas Menschen die sich nicht mit dem Sektor Beschäftigen spüren weil du kannst ja mit der Liberalisierung deinen Stromlieferanten frei wählen und das war dann nicht mehr das lokale Monopol.

00:13:39: aber natürlich kommt der Strom aus der Steckdose.

00:13:43: Das war ja auch jahrzehntelang das Ideal des Netzbetreiber.

00:13:46: Mich soll man nicht merken, wenn man gemerkt wird als Nitzbetreber meistens weil irgendwas schief gegangen ist und insofern ... war das eben natürlich was, was nicht so stark im Bewusstsein von den Menschen im Alltag war.

00:14:00: Und gleichzeitig fanden wir bei politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sollte das unbedingt im Bewustsein sein, weil die Art und Weise wie wir die Netze bewirtschaften für die Energiewende natürlich eine riesige Auswirkung hat.

00:14:12: Das ist ja auch etwas, was wir gerade wieder in politischem Streit sehr stark erleben.

00:14:16: Gerade die Frage, wie viel, wie wenig Netzausbau?

00:14:19: Was kann ich meinem Netzbetreiber denn abverlangen auch in den Prozessen?

00:14:24: Und deshalb fanden wir das schade, dass da keine Debatte zu spüren war.

00:14:32: Dann dachten wir uns naja ... wie kriegt man denn ein Gespräch?

00:14:37: Wenn es einfach keinen Wettbewerb gibt um die Konzession und irgendwie alle davon ausgehen, das kriegt halt wieder.

00:14:41: Damals war das Wattenfall, heute heißt ... Das wurde dann umfilmiert oder bis jetzt so umgenannt.

00:14:46: Das Unternehmen hieß Stromnetz Berlin, so heißt das auch heute noch.

00:14:51: Aber so dachten wir dann, schaffen wir einfach ein Bewerb.

00:14:55: Und das bedeutet man gründet einen Unternehmen.

00:14:58: Das bedeutete für uns, wir gründen eine Genossenschaft weil klar war es soll bürgerschaftlich getragen sein und bewerben uns um diese Stromnetzkaufkonzessionen.

00:15:11: Deshalb sage ich immer allen geht einfach Chorsing!

00:15:13: Man kommt auf super Gedanken im Chor.

00:15:18: Also macht ihr auch den Kopf frei?

00:15:19: Macht der Kopf frei, man erlebt gemeinsam was.

00:15:21: Man geschafft neue Dinge und so kann man nach Stromnetz-Kaufgenossenschaften gründen.

00:15:26: Okay Ja du hast ja gerade gesagt eigentlich war dieses Thema jetzt nicht im Kopf der Leute Und trotzdem müsst ihr da gleich Mitglieder gefunden haben Interessenten gefunden haben die sich dann beteiligen wollen an so einer Genossenschaft.

00:15:40: Wie ging das denn?

00:15:41: Wir haben als erstes geguckt Wenn man Teil von einem Konzessionsverfahren werden möchte, wenn man mitbietet was muss man da machen?

00:15:49: Was muss man für normale Anforderungen erfüllen?

00:15:51: und dann wollten wir natürlich auch so ein bisschen abgucken.

00:15:54: Also haben wir geguckt wer hat sowas vielleicht schon mal gemacht?

00:15:57: Und es gibt einen Vorbild in Deutschland was sicherlich viele in der Bürgerenergie-Szene kennen Wo Menschen sich zusammengeschlossen haben um ihr Stromnetz zu kaufen.

00:16:07: das sind die Elektrizitätswerke schöner und Du hast gesagt du kommst aus Baden-Württemberg also du kennst sie sicher.

00:16:14: Und die haben das zu einer Zeit gemacht, als der Markt noch nicht liberalisiert war.

00:16:21: Als tatsächlich das Stromnetz zu kaufen ... Der einzige Weg war sehr aktiv Einfluss zunehmen auf deine lokale Energieversorgung.

00:16:30: und dann haben wir deshalb einfach in Schönau angerufen und gesagt Wir haben so was ähnliches vor wie ihr bisschen größer.

00:16:40: aber sonst Hätten wir den Eindruck, ist das doch recht vergleichbar.

00:16:44: Weil es auch bei uns immer darum ging zu sagen ... Wir wollen eine bürgerschaftliche Beteiligung am Netz die unmittelbar wirtschaftlich isst also dass Bürgerinnen und Bürgern mitwirtschaften selbst in die unternehmerische Verantwortung gehen um die Energiewende vor Ort zu beschleunigen Und um die Mitbestimmung zu stärken Um mehr unmittelbare Mitsprache zu haben an der Infrastruktur Auswirkungen

00:17:11: in der Stadt.

00:17:13: Die Elektrizitätswerke Schöner sind dann auch eingestiegen?

00:17:17: Genau, und die haben damals gesagt ... Wir haben einfach gefragt, wir würden gerne in Berlin als Genossenschaft uns um den Kauf des Stromnetzes bewerben aus folgenden Gründen findet ihr das jetzt total verrückt oder kann man das irgendwie machen?

00:17:33: Und im Kern haben Michael und Ursula und die Menschen den Schönen auch gesagt Ja, das ist auf jeden Fall total verrückt.

00:17:41: Und wenn es klappt, ist das fantastisch und natürlich helfen wir euch!

00:17:46: Und das war für uns von unschätzbarem Wert aus ganz vielen Gründen ... Das ist auch bis heute eine sehr schöne und lebendige Partnerschaft zwischen der Bürgerenergie Berlin und den Elektrizitätswerken Schönau.

00:17:57: Die haben uns unterstützt und es ging ja um die Frage wie gelingt das in einer Stadtgesellschaft so ein Thema zu platzieren irgendwie?

00:18:05: Und das waren eben wirklich Was, wo wir von Anfang an erstens ein Netzwerk... ...ein Kernnetzwerk gesucht und gefunden und aufgebaut haben.

00:18:17: Was bis heute besteht?

00:18:19: also wir haben von den Gründungsmitgliedern sind nach wie vor die Menschen in der Genossenschaft aktiv viele von denen Wir haben im Aufsichtsrat.

00:18:29: bis vor ganz kurzem hatten wir über die gesamte Zeit den gleichen Aufsichtratsvorsitzenden der wirklich seit der Grundung die genossenschaft begleitet hat.

00:18:38: Auch jetzt im Aufsichtsrat immer noch Menschen, die uns seit der Gründung mitbegleiten.

00:18:42: Nicht nur mich sondern auch andere.

00:18:45: und da eine große Kontinuität drin was ich glaube auch daran lag dass wir einfach früh gesagt haben wir wollen so einen stabilen Kern aufbauen von ganz unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlicher Expertise die aus verschiedenen Blickwinkeln auf dieses Thema Infrastrukturpolitik denn das ist ja letztlich in der Stadt schauen und es ist gelungen.

00:19:05: Dann haben wir einfach sehr viel Zeit und Kraft da rein investiert, dieses Gespräch zu beginnen.

00:19:11: Und so sagen... Das ist ein Thema das könnte und sollte euch interessieren.

00:19:17: Und das könnte uns sollte etwas sein, wo ihr mitmachen könntet.

00:19:23: So ist die Büroenergie gewachsen.

00:19:25: Die größte Berliner Energiegenossenschaft hat das Schromelis am Ende nicht gekauft.

00:19:32: Hat aber ... wird betreiben.

00:19:34: Mieterstromprojekte in der Stadt macht ganz viel rund um die Energiewende von unten, also wir hatten bei Konsularanlagenverlauben war ein Thema was wir, was wir viel bewegt haben.

00:19:49: Wir haben gemeinschaftlichen Selbstbau aufgebaut in Berlin.

00:19:52: Wir haben ganz viel einfach aber auch rund um diese Informationen und Wissensvermittlungen gemacht zu sagen Was muss ich eigentlich verstehen am Netz, was muss ich verstehen am Energiesystem?

00:20:08: Aber auch wie kann ich da eben gesellschaftlich Strukturen schaffen, wo ich anders mitgestalten und bestimmen kann.

00:20:15: Und das immer wieder neu zu verhandeln.

00:20:17: Auch dem Land immer wieder da ins Baringspartner zu sein oder zu sagen, ey ... Das ist ein Thema, was ihr mit den Menschen in dieser Stadt verhandelt und besprechen könnt und sollt.

00:20:31: Ja, ich meine Berlin ... ... schmückt sich ein bisschen damit.

00:20:35: Es gibt diese Solar City Idee, es gibt ja das Solarzentrum... ... dass teilweise Kronal eben finanziert wird.

00:20:45: Du sagst auch ihr habt erfolgreiche Metastromprojekte,... ... insgesamt habe ich's Gefühl, es schleppt sich.

00:20:50: Also ich hab in mehreren... ... soll ich mal auch anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen hier in Berlin immer wieder gehört.

00:20:58: Naja eigentlich sind das viele schöne Worte und die biläne Energietage... ...und da kann man sehr gut dazu austauschen!

00:21:04: kommen auch viele Fachleute, aber das Umsetzen ist dann doch ein bisschen schwierig.

00:21:13: Also das Umsätzen ist sicherlich schwierig und dann vielen Stellen herausfordernd.

00:21:19: Und manches davon liegt auch ehrlicherweise an Rahmenbedingungen die Berlin nicht in der Handtouch.

00:21:26: also tatsächlich den Massaplan Solar City weil du den angesprochen hast Den halte ich für ein ziemlich erfolgreiches Instrument.

00:21:33: Da versuchen sie wirklich sehr viel, rund um die Rahmenbedingungen, die Sie beeinflussen können zu verbessern.

00:21:41: Einschließlich Geld das das Land in die Hand nimmt.

00:21:45: also mal ein Beispiel rauszugreifen.

00:21:47: da wurden ja physische Suppensäle-Installationen zum Beispiel gefördert, die einfach beim Mieterstromprojekten einen riesigen Batzen ausgemacht haben über viele Jahre Und deshalb war das ein ganz wichtiger Baustein.

00:22:02: Sie haben das Thema Denkmalschutz adressiert, als es dann endlich klar war, dass auf nationaler Ebene eben Klimaschutz im überragenden öffentlichen Interesse steht auch klar zu machen.

00:22:11: Das bedeutet auch, dass wir den Leitfaden zum Denkmalschutz anfassen müssen und dass wir da aber auch einen Dialog brauchen mit den Denkmaschussbehörden, dass mir da irgendwie ein gutes Miteinanderbrauchen.

00:22:23: Also da passiert schon sehr viel denke ich was wirklich gut ist.

00:22:28: Sind wir fertig?

00:22:29: Nein, auf gar keinen Fall.

00:22:31: Könnte das schneller gehen?

00:22:32: ja unbedingt!

00:22:33: Also ich meine als Bürgergenossenschaft und als Start-up Gründerin... Ich bin immer team ungeduld.

00:22:38: Ich finde nie dass es schnell genug geht.

00:22:41: Als du hast es ja vorhin gesagt über was deinem Studium angefangen.

00:22:44: Ja, ich habe irgendwie war Anfang zwanzig.

00:22:46: Da hat mir das angeguckt mit der Energiewende Das ist eine flexible Erzeugung, flexibler Verbrauch.

00:22:52: Sektorenkopplung offensichtlich?

00:22:54: Weil wir können es in den Autos und Heizungen speichern.

00:22:56: Der Speicher, der sowieso schon da ist, das müssen wir ja nur vernetzen.

00:23:00: Wie schwer kann das sein?

00:23:01: Ist ja ein No-Brainer bis ich Mitte dreißig bin.

00:23:02: für mich aber durch mit dem Thema!

00:23:06: Jetzt bin ich langsam demnächst Ende dreißzig.

00:23:08: jetzt sind wir auch quasi fertig mit der Energiewende.

00:23:13: Ja klar, aparte.

00:23:15: Insofern, natürlich kommen wir da nicht schnell genug voran.

00:23:18: Und was mir wichtig ist an der Stelle auch Rekommunalisierung dieser Idee, die das Land investiert selbst ... Ist ja kein Selbstzweck und das haben wir eben immer mit der Genossenschaft gesagt.

00:23:30: Wir haben uns unser Schlagwort war immer Bürger in so öffentlicher Hand und Bürgerhand Hand-in-Hand Weil wir uns immer darauf beworben haben, gemeinsam mit dem Land die Infrastruktur zu betreiben.

00:23:44: Das ist auch ein Kerngedanke, wo ich nach wie vor sehr dahinterstehe sozusagen die öffentliche Hand sollte in der Daseinsvorsorge und in der Infrastrukturpolitik durchaus mit engagiert sein.

00:23:55: aus Berliner Erfahrung weiß ich ja auch sie sollte vielleicht nicht immer allein damit bleiben.

00:23:59: es könnte vielleicht gut sein den Partner an die Seite zu stellen Und da letztlich mit einer bürgergetragenen Genossenschaft eine neue Art von, ich sag jetzt mal Private-Public-Partnership.

00:24:12: Da einzugehen ne?

00:24:13: Mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt die eben auch unternehmerisch handeln.

00:24:18: Und das Wissen zu nutzen, das Geld zu nutzen Das Engagement zu nutzen Was was da ist um das gemeinsam besserzumachen Immer unter der Maßgabe dass wir die Energiewende beschleunigen Dass wir mehr lokale Wertschöpfung schaffen Möglichkeiten schaffen, in der Stadt zu investieren auch für Bürgerinnen und Bürger.

00:24:37: Und dass wir die Mitbestimmung stärken.

00:24:39: Das ist schon was, wo wir nach wie vor als Genossenschafter konstruktiv kritisch, sage ich mal, die Rekommunalisierung begleiten.

00:24:48: Auch jetzt mit Blick auf den Kauf des Wärmenetzes sagen da geht schon noch etwas.

00:24:53: Liebes Land Berlin!

00:24:55: Ja... Da geht wirklich noch was.

00:24:58: Lass uns aber nicht ganz hingehen Auch beim Durchlesen seiner Biografie.

00:25:05: Da ist so ein Kink drin, wo ich mir ... Ja ja, guck ruhig so!

00:25:09: Das konnte ich mir jetzt noch nicht ganz zuordnen und das fände ich interessant.

00:25:13: Warum warst du denn bei Shell nach deinem Diplom?

00:25:15: Ich war nicht bei Shell.

00:25:16: Iwitricity.

00:25:17: Ich war bei IwITricity... IwItricity wurde von Shell gekauft lange nachdem ich da rausgegangen bin.

00:25:24: Ah okay.

00:25:26: Ich hab bei IWITricITY angefangen als erste Mitarbeiterin.

00:25:31: Das war wieder, das war der gleiche Motivation.

00:25:34: Ich musste arbeiten im Studium und ich dachte okay, bevor ich meinen Abschlussmacher noch mal in die Wirtschaft gehen und nicht nur akademisch arbeiten.

00:25:42: Und dann sagte meine Schwester, die Anwältin ist es haben zwei Anwaltskollegen aus der ganze Live wo sie im Studiums gejobbt hat ein Unternehmen in der Energiewirtschaft gegründet.

00:25:54: Ich hab den Namen vergessen aber das war irgendwie wirklich.

00:25:56: fragte doch mal.

00:26:00: Ich hab mir Ubiquiti angeguckt und das war genau was ich gesucht habe.

00:26:03: Weil genau dieser Punkt, nämlich wir haben ein hundertprozent erneuerbares Energiesystem mit Fluktuin der Erzeugung.

00:26:10: Wir sollten den verteilten Speicher, den wir sowieso haben werden weil er auf die Straße rumfährt nutzen um ganz gezielt diese Speicherkapazität zu aktivieren.

00:26:22: Wie bauen wir die energiewirtschaftlichen Prozesse so, dass das gelingt?

00:26:25: Das war die Kernvision von Ubiquiti.

00:26:27: deshalb hieß es ja auch Gesellschaft für verteilte Energiesysteme MbH mit vollem Namen und ... Das war also genau das, was ich gesucht habe im Kern.

00:26:38: Und im Start-up auch einfach eine wunderbare Umgebung um als Studentin zu arbeiten weil der Vorteil in einem kleinen Team ja immer ist du darfst dann alles machen.

00:26:47: Was so anfällt an Aufgaben muss halt gemacht

00:26:50: werden.

00:26:51: und dass es war ein fantastisches Lernumfeld und auch ne ganz spannende Umgebungen und ich bin ja da gegangen Ich glaube, ungefähr fünfzig Vollzeitepiwalente.

00:27:02: Also ich habe wirklich eine lange Entwicklung des Unternehmens auch mit erleben dürfen und den Einstieg unterschiedlicher Investoren.

00:27:10: Was das auch heißt als Start-up zu sagen, wir brauchen Geld.

00:27:13: Von wem kann es kommen?

00:27:15: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Menschen, die dir Geld geben?

00:27:19: Das ist ja auch was, was mich heute beruflich begleitet.

00:27:22: und dass die Carbonize Gründungsteam, das sind die Ubudschwisse, also wir kennen uns alle von damals.

00:27:27: Wir haben damals schon intensiv zusammengearbeitet ... Und wussten deshalb sehr genau wie komplementär unsere Stärken sind.

00:27:40: Und wussten auch was es braucht, um starten zu können und so ein Unternehmen vom Boden zu kriegen.

00:27:46: Das ist ja keine Kleinigkeit.

00:27:47: Über die

00:27:47: Gründung würde ich gerne noch etwas mit Detaillierter sprechen.

00:27:49: Auch über vor allen Dingen das Profil von ... Die Carbonize aber... Du hast schon als du ... Ich wollte gerade sagen, ne?

00:27:56: Du hast gesagt man befasst sich da mit dem Thema Investoren.

00:27:59: wie waren das für dich erst dann drei Jahre später?

00:28:01: oder hast gesagt drei Jahre vorher bist du raus, ne.

00:28:03: Als du dann gehört hast so okay jetzt wurde das akzeptiert.

00:28:09: Was heißt das Akzeptiert?

00:28:10: Es war ja damals so, dass Shell eine Art grüner Einkaufstour gemacht hat.

00:28:15: Also die haben ... Sonnen und andere.

00:28:17: Genau, sie haben irgendwie diverse Start-ups gekauft.

00:28:23: Und ich fand es ehrlicherweise nicht ... Ich hab in diesem Prozess nicht drin gesteckt und kann auf keinen Fall für Menschen sprechen, die da entschieden haben.

00:28:33: Aber von außen ... fand ich das im ersten Moment wirklich sehr spannend, weil ich der festen Überzeugung bin, dass diese tatsächliche Energiesystem-Transformation nur dann gelingt.

00:28:46: Wenn wir die in Kambins mitbewegen kriegen.

00:28:48: Also zu denken ... Das geht alles nur bottom up und alles können wir dezentral lösen, fand ich immer schon schwierig.

00:28:57: Und ich hab immer schon dafür geworben, dass wir Partnerschaft brauchen.

00:29:02: Solange sie auf Augenhöhe sind, solange sie unter den richtigen Vorzeichen gestaltet werden.

00:29:09: Und deshalb fand ich das spannend, dass Shell diese Unternehmen kauft und mir gedacht hat, mal gucken was die damit alles so gestalten können weil ein großer Player natürlich auch Dinge tun kann, die man als kleines Unternehmen nicht tun kann und wofür man die Großen braucht!

00:29:28: Ich finde, Shell hat aus den Unternehmen, die sie damals gekauft haben das Potenzial, was in ihnen geschlummert hat.

00:29:36: Nicht rausgeholt, sage ich jetzt mal vorsichtig.

00:29:41: Ich glaube da würde sehr viel mehr gehen.

00:29:43: Trotzdem ist es auch keine Kleinigkeit dass Ubitricity eben dann hundert Arbeitsplätze in Berlin geschaffen hat.

00:29:51: Gute und auch interessante Arbeitsplätzen ... in UK ja Marktführer geworden ist mit Laternladen

00:29:58: und so.

00:29:58: Ich wollte gerade sagen, auch die Sachen... Also das?

00:30:00: Die Zielrichtung, in die man da gegangen ist.

00:30:02: Wie ich hab selber auch, ihr wisst ja die Laternen um die Ecke mehr.

00:30:07: Ja!

00:30:08: Und ja, und ladet da auch regelmäßig mein Auto.

00:30:10: Das funktioniert nicht immer muss man auch dazu sagen.

00:30:14: Da merkt man schon dass die... dass da auch viel Steuerung dabei ist, ob gerade was freigeschaltet ist oder nicht.

00:30:22: Aber im Großen und Ganzen, das überhaupt möglich gemacht wurde.

00:30:26: Das sind halt diese First Steps die man an der Stelle gegangen ist und die wirklich wegweisend sind für die Zukunft.

00:30:34: Das glaube ich unbedingt.

00:30:36: Und ich glaube auch, dass man sich... Oder ich weiß, dass nicht alle diese Entscheidungen sich immer aussuchen kann?

00:30:43: Ähm, und auch als Gründer.

00:30:45: Als Gründerin sie nicht mehr alleine trifft irgendwann ... Und deshalb das Wichtig ist da auch gut abzuwägen die Vor- und Dienachteile.

00:30:54: Okay!

00:30:55: Kein Kink.

00:30:56: Gut schon wieder... Ich hab... ich versuche noch, ja?

00:30:59: Mal gucken.

00:31:00: Das Gespräch dauert ja noch ein bisschen.

00:31:02: Ähm.. ich habe ähm... du hast es vorher kurz angesprochen gehabt, deine ... Dr.

00:31:08: Arbeit, die du nachher an der TU gemacht hast, Social Innovation in Community Energy ist ja so ein bisschen der Untertitel.

00:31:15: Hast du da einfach über die Berliner EG geschrieben oder ...

00:31:21: Über die habe ich mit Absicht nicht geschrieben.

00:31:23: Okay.

00:31:25: Weil ich gesagt habe, ich möchte mich selbst bevorstehen und nicht eine selbstreferenzielle Arbeit schreiben.

00:31:33: worum es mir ging und warum es mir auch immer noch ganz viel in meiner Arbeit geht, ist zu zeigen.

00:31:37: die Energiewende ist an ganz vielen Stellen kein technisches Projekt.

00:31:43: Sondern sie ist ein gesellschaftliches Projekt und hat technische Ausprägungen.

00:31:48: aber welchen Fahrt wir einschlagen auf welche Technologien wir einsetzen ist unheimlich stark bestimmt davon welche gesellschaftlichen Prioritäten wir haben welche Werte uns gemeinsam wichtig sind Und wie wir es schaffen, letztlich auch diese Machtstrukturen zu gestalten.

00:32:10: Wie entschieden wird?

00:32:11: Wie finanziert wird?

00:32:12: Gebaut wird!

00:32:14: Wie will das verhandeln?

00:32:15: und das sind soziale Innovationen aus der Perspektive einer Politikwissenschaftlerin.

00:32:22: Darum ging es mir eigentlich systematisch zu zeigen was mir gefehlt hat, was mit meiner Arbeit immer wieder gefehlte war eine systematische Bewertung dieser sozialen.

00:32:32: das war auch was, wo ich den Eindruck hatte.

00:32:34: Das kann einen echten Mehrwert beten.

00:32:35: Sowohl wissenschaftlich ist es spannend, dass in der Doktorarbeit zu untersuchen aber auch praktisch etwas zu haben, was wir heranziehen können und sagen können, ist da was anderes?

00:32:46: In der Bürgerenergie?

00:32:47: ja, da is' was anders!

00:32:48: Wir können das systematisch beschreiben, wir können das wissenschaftliche analysieren Und was wir daraus lernen, können wir dann benutzen, um über unsere Regulierungen nachzudenken.

00:32:57: Über unsere Investitionsstrukturen nachzudenken und da besser zu werden.

00:33:02: Und das war

00:33:03: ... Homo raus die fünf Kernerkenntnisse vier?

00:33:07: Es sind vier.

00:33:08: Es sind four Kernerkennnisse.

00:33:10: Und man kann es auf ein ganz schönes Bild runterbrechen wenn man sagt, was ist anders systematisch anders in bürgereigenen Energieprojekten?

00:33:20: Die haben bessere Rumpfmuskeln.

00:33:24: Ich war dreimal schwanger, ich weiß was passiert.

00:33:25: Wenn deine Rumpfmuskulatur einfach sagt ... I'm leaving the chat?

00:33:31: Rumpfenmuskulator stabilisiert dich!

00:33:33: Du brauchst Rumpfunskulatur und in der Fitness-Community heißt das Chor.

00:33:39: Deine Chor muss stark sein.

00:33:41: Und deine Chor im Bürgerenergieprojekt sind vier Dinge, die Bürgerenergie-Projekte systematisch anders machen.

00:33:47: Sie sind systematische auf Community, auf die Gemeinschaft.

00:33:51: bezogen.

00:33:52: Das heißt, dass sie sowohl in der Gemeinschaft entstehen und verhandelt werden.

00:33:55: Es heißt aber auch, dass Sie Ihr energiewirtschaftliches Handeln auf die Werte der gemeinschaft rückbeziehen und dementsprechend ausgestalten.

00:34:03: Das kann ganz handfeste technische Folgen haben.

00:34:06: Welche Erzeugungstechnologie wähle ich?

00:34:09: Wo ist der beste Installationsstandort?

00:34:12: Wie machen wir die Planung so, funktioniert in der Investition, aber auch im zeitlichen Ablauf.

00:34:18: Also da wirklich ... Das hat handfeste bauliche Konsequenzen, deine Werte der Gemeidschaft in den Projekten.

00:34:26: Das ist das C. Das O ist Ownership und es ist ein bisschen schwer ins Deutsche zu übertragen, weil es mehr ist als nur Eigentum im Sinne von Identifikation?

00:34:37: Es ist Identification!

00:34:39: Es ist also ein dänisches Projekt zum Beispiel, mit dem ich gearbeitet habe.

00:34:43: Das war eine meiner liebsten Geschichten und da erzählte einer der Mitgründer.

00:34:47: Der ist eigentlich im ersten Beruf Lehrer auf einer dänischen Insel und er ist eben Lehrer auf der Insel.

00:34:52: Und das ist so ne winzige Insel zauberhaft aber klein im Kategorien in der Mitte von Nichts.

00:34:58: und die waren... Also er war mit seiner Grundschulklasse in der großen Stadt auf dem Festland, den Orhus im Museum.

00:35:05: Und die Dame im Museum, die die Führung machte und sagte, wo kommt ihr her?

00:35:10: Und eins der Kinder sagte, wir kommen von Samsö.

00:35:14: Sie wissen schön das Samsö!

00:35:17: Weil er so stolz auf diese Energietransformationsgeschichte war diesen Erfolg, den Samsö damit errungen hatte mit dem sie ja auch tatsächlich ein bisschen berühmt geworden war.

00:35:26: aber die Vorstellung dass diese Museumspersonen nicht wissen könnte was seine Insel ist.

00:35:32: War völlig undenkbar und das fand ich so ein schönes Bild dafür, dass einfach Menschen die ja offensichtlich keine Finanzierungsentscheidung getroffen haben sich trotzdem so stark mit diesem Projekt identifizieren sagen natürlich ist es mein Projekt!

00:35:48: Natürlich ist es meine Insel, meine Geschichte, da gehör zu mir Und ... Das ist etwas, was wir systematisch unterschätzen gerade in den politischen Rahmenbedingungen, die Bereitschaft von Menschen ihr Handeln zu verändern ist so viel stärker noch auch mit Identifikationen und emotionalen Präferenzen.

00:36:13: Und mit Werten verbunden als mit Wissen

00:36:15: allein.

00:36:16: Das ist der zentrale Faktor des großen Einflusses, denen wir Kongraferke haben.

00:36:21: Unbedingt!

00:36:23: Deshalb sind Balkon-Kraftwerke so ein wahnsinnig wichtiger Baustein, diese Teilhabe.

00:36:27: Möglichkeit zu sagen ich mir gehört mein Dach nicht.

00:36:30: Ich habe auch vielleicht die Kohle gar nicht um meine Große Anlage aufs Dach zu setzen aber ich hab einen Südbalkong oder einen Westbalkon.

00:36:37: Ich weiß wovor ich rede, ich hab Nordbalkons richtig uncool.

00:36:41: Aber ... ich kann mir da mit einer Investition, die ich stemmen kann ein Teil Energiewende ins Haus holen.

00:36:49: Da

00:36:49: ist es dann dekungsgleich, Identifikation und Ownership?

00:36:51: Genau!

00:36:53: So, A mit C haben wir O. Er ist Responsibility.

00:36:58: Und was wir sehen in diesen Bürgerprojekten – das ist glaube ich auch etwas, was wir gerne kleinreden in Deutschland sind.

00:37:03: der Wunsch von Menschen Verantwortung zu übernehmen ist relativ groß.

00:37:07: Und Menschen sind wirklich deutlich besser als ihr Ruf, also die meisten sagen mir es wichtig wie's hier so läuft.

00:37:12: ich finde das ... Ich möchte dass es den Menschen gut geht in meiner Gemeinschaft.

00:37:17: Und ich bin bereit mein Anteil daran zu leisten?

00:37:19: Ganz genau und das ist das E. Das E is empowerment der Mächtigung!

00:37:24: Ich bin bereit meinen Anteil zu leisten aber ich brauch auch irgendwie eine Chance dass es eben gerade bei Energiepolitik, beim Klimaschutz natürlich was ganz leicht ist zu verlieren.

00:37:40: Es ist ganz leicht sich ohnmächtig zu fühlen angesichts der Größe der Aufgabe und da ein Fahrtzufinden zu sagen hier kann ich etwas gestalten und ich kann eine Wirkung haben und weil wir viele sind, weil wir das gemeinsam tun umso mehr also dieser ... Was in die EWS mit dem schönerer Gefühl beschreibt zu sagen Ich alleine schaff das nicht, wir zusammen schaffen das natürlich.

00:38:06: Das ist nicht nichts und das stärkt das Vertrauen in ... in das gemeinsame Handeln, aber eben natürlich auch in Infrastrukturgestaltung und ... unheimlich stark.

00:38:17: Und diese Core Community Ownership Responsibility Empowerment ist systematisch anders in Bürger-Energieprojekten, die erfolgreich sind.

00:38:25: Das findet seine Entsprechung in der Ausgestaltung dieser Projekte wie langfristig sie erfolgreich sind, wie gut und stabil sie finanziert sind.

00:38:34: Wie divers ihre technologische Basis es häufig auch.

00:38:39: Die haben sehr ... unterschiedliche technologische Ausprägungen zum Teil, die immer rückgebunden sind an die Gemeinschaft.

00:38:45: Die langfristig laufen.

00:38:48: und dieses Gefühl ich habe das hier mit geschaffen!

00:38:52: Ich konnte hier was tun selbst kritisch jetzt mal gesagt für die Bürgerenergiegemeinschaft finde ich ist das zum Beispiel auch etwas wo ich denke da können wir besser werden wenn wir auf junge Menschen gucken Fridays for Future.

00:39:04: ja wir hatten eine wahnsinnig starke Bewegung auf den Straßen.

00:39:09: Warum haben dann so viele Menschen, die Selbstwirksamkeit spüren wollten?

00:39:15: Sich auf die Straße geklebt.

00:39:17: Um den Verkehr aufzuhalten?

00:39:19: aus absolut nachvollziehbaren Gründen.

00:39:20: Ich will nicht mehr darum sagen, war das richtig oder falsch, dass sie das getan haben.

00:39:25: Mir geht es darum zu sagen um Selbstwirksamkeit zu spümern Hatten sie den Eindruck, es ist ihr Mittel.

00:39:30: Ich muss mich auf die Straße

00:39:31: kleben.".

00:39:32: Sie sind nicht alle in die Energiegenossenschaften eingetreten um die Energiewende aktiv zu gestalten.

00:39:37: Das heißt das ist ja auch was wo wir sehen müssen.

00:39:39: da müssen wir besser werden.

00:39:40: Da müssen andere Angebote schaffen.

00:39:43: Die Bürgerenergie-Community ist nicht so viel.

00:39:46: Arvin ist ganz viel George Clooney.

00:39:48: So ist ... Mittelalter, weißer Mann.

00:39:51: Überdurchschnittlich gut gebildet und hohes Einkommen.

00:39:55: Sie sind wunderbar, verstehen wir nicht falsch?

00:39:56: Wir brauchen die!

00:39:57: Und die tragen ganz viel.

00:39:59: aber sie sind eben nur ein Baustein.

00:40:02: und was wir in der Bürgerenergie Berlin unmittelbar zum Beispiel sehen ist so wenn unser Vorstand divers ist, wenn wir eine Frau in den Spürungsgremien haben.

00:40:13: Wir haben zur Zeit sogar zwei Menschen mit Migrationshintergrund im zweiköpfigen Vorstand also hundert Prozent sozusagen.

00:40:24: Dann ist auch sofort unser Team vielfältiger und das liegt natürlich auch bei der Bürgerenergie daran dass wir nicht nur technische Projekte haben sondern dass wir immer diesen gesellschaftlichen und kommunikationsorientierten Ansatz mit drin hatten, das heißt wir haben sowieso ein vergleichsweise diverses Team aus Menschen die eigentlich gar nichts mit der Energiewirtschaft zu tun haben.

00:40:43: Die einfach nur sagen ich will dass die Mitbestimmungsstrukturen in der Stadt anders sind.

00:40:48: Ich will hier was mitgestalten Aber wir brauchen alle diese Stimmen am Tisch Und wir brauchen dieses Gefühl von Was hier geschieht und verhandelt wird kann nicht mitbestimmen.

00:40:59: es geht mich etwas an.

00:41:01: Das ist glaube ich auch die Bürger in der jungen Gemeinschaft noch besser machen kann.

00:41:08: Ja, also die Ansprache der anderen Zielgruppen außer George Clooney fällt uns auch schwer, auch aus unserem Bereich und ich weiß es gab auch Start-ups, die in dem Bereich hochgekommen sind, die wirklich genau das versucht haben spezifisch neue Zielgruppe dazu erschließen und daran gescheitert sind.

00:41:29: Es ist nicht leichter

00:41:32: Trotz Diversität in der Führungsregel.

00:41:34: Das

00:41:34: ist jetzt auch gar nicht, ich wollte damit gar nicht sagen das ist das einzige was man braucht.

00:41:38: Ich

00:41:39: muss

00:41:39: nur einen so

00:41:41: ein

00:41:41: Indikator den ich interessant bei uns fand weil er immer so wahnsinnig eindeutig war sozusagen aber ja.

00:41:51: Ich meine muss auch dazu sein neue Angebote zu schaffen.

00:41:55: zur Teilnahme ist natürlich wichtig Aber es bleibt dabei dass diese Arbeit auch von der Identifikation, auch von dieser Eigenmotivation abhängt.

00:42:10: Der Erfolg, auch die Teilnahme an einer Energiegenossenschaft oder der Erfolge der Energiegenusschaft hängt von der Eigenmotivation der Mitglieder auch ab.

00:42:20: und weil ... Die Strecken, die dazu gewinnt sind zum Teil lang und trocken sind.

00:42:26: Und ich hab in ...

00:42:28: Das hilft auf die Poa-Erfahrung!

00:42:30: Es hilft einfach wenn man gut atmet

00:42:32: Wenn man gut atmet und links und rechts unterhaben kann.

00:42:36: Ja, auf

00:42:37: jeden Fall.

00:42:39: Aber da hab ich aus meinem eigenen Erleben gesehen, dass diese Bereitschaft einfach in anderen Zielgruppen zum Teil nicht dar ist.

00:42:48: Diese Durstrecken zu überbinden.

00:42:49: Dass der Bedarf an schnellen Erfolgserlebnissen gerade in der jüngeren Zielgruppe so stark ist, dass die Bereitschaftern nicht mehr da sind?

00:43:02: Wiederlege mich, bitte.

00:43:06: Ich hab die promovierte Wissenschaftlerin in mir findet es schwierig über etwas was ich nicht in der Tiefe mir angeguckt habe entgültige Aussagen zu treffen.

00:43:19: Ich kann das sehr nachvollziehen, ich glaube dass wir in der Energiewirtschaft gut daran tun jede Teilhabe Chance als eine solche zu gestalten die es gibt.

00:43:35: Tarifwahl sollte eine Teilhaben-Chance sein.

00:43:38: Ein dynamischer Stromtarif ist Teilhabe, diese Idee dass das nichts ist wenn die Menschen mittags ihre Waschmaschine anschalten und dazu beitragen eine solare Erzeugungsspitze auszulasten Und dann auch was davon haben weil sie einen dynamischen Stromtariff haben.

00:43:53: Das finde ich sehr boniert und sehr schade Weil das ist Teil habe und deshalb glaube ich klar es gibt Menschen die haben aus welchem Grund auch immer keine Kraft keine Ausdauer, keine Zeit.

00:44:05: Keine Interesse sich mehr damit zu beschäftigen als zu sagen ja das ist doch ein cooler Tarif, das mache ich.

00:44:12: oder ja logisch kann ich meine Waschmaschine irgendwie sofort programmieren dass sie mittags angeht solange ich jetzt nicht kurzfristig meine Lieblingsunterhose brauche.

00:44:23: und Ich glaube auch nicht, dass alle Menschen dafür gemacht sind in Genossenschaften engagiert und langfristig aktiv zu sein.

00:44:33: Ich glaube aber auch nicht das was Schlimmes ehrlich gesagt weil ja auch da auch das unterschiedliche ist.

00:44:38: also wenn ich ein bei Konsolankraftwerk kaufe es ist auch eine gute Entscheidung und die macht dann jeden tag hat die eine gute Wirkung ohne dass sich dafür in der genossenschaft aktiv sein muss.

00:44:52: Also bei Konkraftwerke wirken ja aus sich selbst heraus, das ist ein bisschen der Unterschied.

00:44:56: Weil bei Konkraftwerke aus sich nicht immer optimal ausgerichtet sind oft auch schon sehr intelligent und dann werden kleine Smart-Meter mitgegeben wo man den Eigenverbrauch sehen kann weil diese eigen Motivation des Sparrens schon von alleine dazu beiträgt dass es auf eine gewisse Art und Weise auch für die Allgemeinheit sinnvoll ist Und diese Diversität in der Anbringung, wo das eben genutzt wird und so weiter schon dafür sorgt.

00:45:21: Dass es halt nicht eine freie Flächenanlage optimale Anwinkelungen auf Süd um volle Kanne ins Netz zu blasen.

00:45:29: Das hat von sich aus schon einen Mehrwert auch für das Gesamtsystem.

00:45:34: Das aber halt nicht bei allen Projekten ... Auch nicht bei all den Projekte, wo Bürger sich beteiligen könnten, der Fall?

00:45:39: Nee, das stimmt!

00:45:43: Insofern, also deine Frage war ja oder dein Wunsch war ja, dass ich das widerlege.

00:45:48: Dass es schwer ist, bestimmte Zielgruppen zu gewinnen.

00:45:53: Ich glaube, dass man das schwerer widerlegen kann.

00:45:55: Es gibt einfach bestimmte Zähgruppen die sich weniger interessieren für diese Sachen.

00:46:01: und mein Anspruch ist auch nicht, dass alle Mitglied der Genossenschaft werden.

00:46:06: meine Anspruch an mich in der Genosenschaft ist, dass alles sich eingeladen fühlen Und zwar nicht im Sinne von, ja komm doch.

00:46:13: Sondern wirklich angesprochen fühlen.

00:46:16: Ja, der Arm zum Unterhaken ist

00:46:19: ausgestreckt.

00:46:20: Genau,

00:46:21: mach mit!

00:46:21: Aber das bringt uns jetzt tatsächlich dann zu decarbonize, ne?

00:46:26: Zu deiner letzten Gründung.

00:46:29: und ihr versucht hier eigentlich diese Lücke ein bisschen zu schließen.

00:46:33: Deine jüngsten

00:46:35: Gründungen bis lang Letzte Ihr versucht ja diese Lücke so ein bisschen auch zu schließen, ihr versucht ja aktiv durch die dieses Wegbahnen um den Leuten dann möglich zu machen.

00:46:53: Auch aus Eigeninteresse heraus genau in diese Gemeinschaft sozusagen reinzukommen und diese mit wem?

00:47:01: barrierefrei mit niedrigen Hürden denen die Möglichkeit zu geben in dieses Fahrwasser zu kommen.

00:47:09: Erzähl mir mal ein bisschen von, was macht ihr eigentlich genau alles?

00:47:13: Ihr habt ja verschiedene Arbeitsbereiche.

00:47:15: Gib mir mal einen ganz groben Überblick!

00:47:41: abzubilden.

00:47:43: Und wie tun wir das?

00:47:45: Wir können ... Der Netzbetreiber hat vereint, was gesagt.

00:47:47: zwei Aufgaben ist für Skupfer zuständig und dafür dass das Licht nicht ausgeht.

00:47:50: Das war das, was wir vorhin gesagt haben.

00:47:51: im Netzbettreiber wollen nicht gemerkt werden.

00:47:55: Er ist aber auch dafür zuständig die Energiemengenzuordnung abzumachen.

00:48:01: D.h.,

00:48:02: wenn Strom irgendwo verbraucht wird dann wird dieser Stromverbrauch dem Konto zugeordnet, zudessen Stromlieferanten das gehört.

00:48:14: Wie ein Bilanzbuchhalter heißt auch Bilanzieren und Kupfer ist logischerweise ein Monopol weil es sich nicht so richtig lohnt immer überall noch mal ein zweites Netz zu bauen.

00:48:24: gibt auch Leute die das vorschlagen.

00:48:26: ich bin nicht sicher hat sich nicht durchgesetzt.

00:48:29: aber diese energiemengen Zuordnungen die müsste nicht notwendiger Weise vom Monopol gemacht werden.

00:48:37: Typischerweise der Netzbetreiber, das muss aber nicht machen.

00:48:41: Und weil man das vom Netzbeschreiber lösen kann diesen Aufgabenbereich heißt es auch, dass ein Dienstleister aufbauen kann, der spezialisiert ist auf alle diese Energiewende-Dienstleistungen die dem Netzbescheiber so schwer fallen.

00:48:57: und das was wir sind... Wir sagen manchmal so ein bisschen laudig, wir sind ein weltbewerblicher Verteilen-Netzbetreber Wir sind ein Delikatessennetz.

00:49:05: Also wir können alle diese Prozesse, ein Elektroauto verteilen ist übergreifend im gleichen Tarif laden.

00:49:14: Du nimmst deinen Tarif überall mit hin nicht dein Preis kein Roaming, dein Tarif.

00:49:18: es wird überall für dich beschafft tatsächlich von deinen Lieferanten.

00:49:22: du hast behind the meter also hinter deinem Hausanschlusszähler drei verschiedene Tarife einen für den haus und für deine Wärmpumpe ein für dein Auto.

00:49:31: Wenn deine Schwiegermutter kommt und bei dir lädt, dann lädt die in ihrem eigenen Tarif.

00:49:37: Das geht!

00:49:37: Wir können in der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung den Gebäudestrom aufteilen nach welchem Aufteilungsschlüssel auch immer Und der Reststrom für alle Teilnehmenden kommt von ihren jeweiligen Lieferanten.

00:49:47: uns alles gleich recht Weil wir darauf spezialisiert sind genau diese Kleinteiligkeit abzubilden Genau diese Flexibilität abzubilde und weil wir nur das tun Können wir das besonders gut Und dem Parteienetzbetreiber kann das Arbeit abnehmen.

00:50:03: Warum?

00:50:04: Weil wir ... Wir sprechen Marko, also wir übersetzen diese Flexibilität, diese Komplexität in Marktkommunikationen, in Standarddaten-Kommunicationsformate und in Standardschnittstellen zum Netzbetreber.

00:50:20: Und zwar so dass wir aussehen in den Systemen der Marktpartner wie ein Netz.

00:50:24: Wir sprechen Mako wie ein Netz.

00:50:27: Für den Netzbettreiber sehen wir aus wie ein benachbartes Netz.

00:50:31: in diesem benachbarten Netz verschwindet alles, was hässlich ist.

00:50:34: Und die

00:50:35: sauberen

00:50:35: Datenkomplexität

00:50:36: raus.

00:50:37: und am Netz-Copypunkt, so heißt das, tauschen wir einfach Daten, die Summe aller Einspeisungen, die summe aller Ausspeisungen.

00:50:46: Das kennt das Netz?

00:50:49: Also natürlich jedes Netz hat benachbarte Netze, ob das jetzt ein Netz mit Kupfer oder eins ohne ist, dann egal.

00:50:56: Das ist die Brücke, die Unterhark-Option für die Flexibilität und den Netzbetreiber auch für die Lieferanten dann eben andere Produkte anbieten zu können.

00:51:10: Und das ist was wir tun.

00:51:13: Und ... Wir haben natürlich, ich sag mal eine ähnliche Funktion.

00:51:20: also ich rede jetzt von meinem eigenen Unternehmen dass ich da in dem Bereich hatte oder habe, haben wir auch immer versucht diese Brücke zu bilden ... sehen natürlich ganz viel Berührungsängste, aufseiten der Netzbetreiber.

00:51:33: Und ganz viel Notwendigkeit zur Kommunikation, aufs Seiten der Nutzerteilnehmer.

00:51:41: hat sich da was verändert.

00:51:42: Du hast jetzt, ich glaube die Gründung war etwas Zweiundzwanzig.

00:51:45: oder und war das?

00:51:46: Die Gründungen waren Zweiunzwanzige und ehrlicherweise muss man sagen viele von dem was wir machen haben wir wirklich auch schon bei Ubi Twistit sie damals vorgedacht und vorbereitet.

00:51:54: Wir hatten ... im Auslandssemester in Japan gab's schon einen Leitzordner Stromheizen.

00:52:01: Im Regal von Ubiquiti!

00:52:04: Und das, was wir jetzt mit Nutzen statt abregeln machen zu sagen, speichert doch den Wind als Wärme?

00:52:09: Das waren Gedanken, die wir damals schon hatten.

00:52:12: Nicht speichern den Wind wie Wärmen in einem unterirdischen Riesen mit

00:52:17: Steinen.

00:52:18: Kannste auch machen.

00:52:19: Aber nimm doch den Speicher, der schon da ist.

00:52:21: Genau und es sind ... Haushalte, Industriebetriebe ...

00:52:25: Es sind Millionen von Bestandsgebäuden.

00:52:27: Und das ist auch der Punkt, der uns immer antreibt, was machen wir im Bestand?

00:52:33: Der Bestand ist mehr Familienhaus, der Bestand is alt, der bestand is an ganz vielen Stellen eben sehr viel komplexer als dieses Neubau.

00:52:43: ein Familienhaus-Wärmenpumper ausgestattet, Batterie kein Problem!

00:52:47: Das treibt uns an für diese Anwendungsfälle Lösungen zu finden weil wir der festen Überzeugung sind, wenn wir den Bestand nicht adressieren, dann kommen wir nicht weit genug.

00:53:00: Und das bedeutet wiederum auch an ganz vielen Stellen, wir müssen einen Weg schaffen, der in die bestehenden Systeme reinpasst und dass ist ... Die Kernaufgabe oder das Kern-Element unseres Tunes bei DeCarmina ist diese ... Wir betreiben Bilanzierungsgebiete, die wir übernehmen, diese Energiemengenzuordnung Und wir bilden eine Schnittstelle zu den Marktpartnern, die für sie beherrschbar ist.

00:53:28: Und trotzdem dahinter diese größeren Freiheitsgrade erlaubt.

00:53:33: Okay aber ... wie läuft?

00:53:35: Also ich mein ...

00:53:37: Hat sich was

00:53:38: geändert bei Deine

00:53:39: Factsch.

00:53:39: Ja also das hat sich schon...

00:53:40: Für mich klingt es nach unmöglich.

00:53:44: Unmöglich!

00:53:45: Auch mal aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, unmöglich!

00:53:48: Die Komplexität abzubilden So einzufangen und zu kommunizieren, dass die Netzbetreiber.

00:53:56: Dazu bereit sind.

00:53:57: auch ihr habt ja auf der Webseite auch ein lieber netzbetreber wenn du Interesse an der Kooperation hast schreib uns an.

00:54:04: ist da jemals was gekommen?

00:54:07: Also das Netz Betreiber uns proaktiv anrufen und sagen wir haben dann Problem.

00:54:10: kannst du helfen?

00:54:11: Das ist noch nicht sehr oft vorgekommen aber es ist schon vorkommen.

00:54:17: Und was viel häufiger vorkommt ist dass Kundinnen und Kunden kommen, Lieferanten kommen.

00:54:23: Menschen kommen die eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung aufsetzen möchten, Menschen kommen, die Energy Sharing umsetzen wollen.

00:54:30: Lieferanden kommen die sagen ich möchte behind the meter unterschiedliche Produkte anbieten können.

00:54:40: Können wir zusammen zum Netzbetreiber gehen sozusagen?

00:54:43: Und da hat sich was geändert ... Da haben sich zwei Sachen fundamental geändert.

00:54:48: das eine ist Wir sind Die Grundprozesse zu sagen, wir dürfen Daten tauschen wie ein Netz.

00:54:55: Wir dürfen uns verhalten wie ein netz obwohl wir keins sind.

00:55:00: Diese Grundprozess sind gedanklich tatsächlich schon bei Obitucity vorstrukturiert gewesen.

00:55:04: die waren auch die haben die Gründer von Obitocity damals ich glaube das erste mal bei der Bundesnetzagentur vorgestellt.

00:55:12: Das war auch damals schon die gleiche Person die dafür verantwortlich war und sie hat auch damals was gesagt.

00:55:17: was sie heute an vielen Stellen immer noch sagt ist es hier nicht verboten Ist doch, klingt irgendwie charmant.

00:55:22: Mach doch!

00:55:23: Ähm ... Und das führt dazu, dass es Netzbetreiber gibt, die sagen, stimmt ich darf das?

00:55:30: Ich kann das also mache ich das und mit denen funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut.

00:55:36: Aber es gab auch immer Netzbetriebe, die gesagt haben, ich könnte das zwar.

00:55:40: Ich weiß aber nicht ob ich das wollen soll weil ich nicht sicher bin, dass ich das darf so lange ich das nicht muss.

00:55:45: Mhm.

00:55:47: Und da hat sich was geändert, die Bundesnetzagentur für die Elektromobilität irgendwann eine Festlegung, also, im Jahr zwanzig eine Festlegerung veröffentlicht hat.

00:55:57: Die gesagt hat wenn ein Kunde einen Anschlussnutzer sagt ich möchte an diesem Ladepunkt die freie Tarifwahl möglich machen.

00:56:06: hinter dem Zähler der den Ladepunkt oder die Ladepunkte in Verbrauch erfasst, der einen Liefervertrag hat sollen unterschiedliche andere Liefer Verträge auch möglich sein je nachdem welches Auto kommt und lädt.

00:56:22: Genau, was du gesagt hast.

00:56:23: Das mitnehmen deines eigenen Terribles auch irgendwo anders

00:56:26: an.

00:56:26: Richtig!

00:56:26: Inzwischen heißt das Durchleitungsmodell.

00:56:29: Da hat die Bundesnetzagentur eine Festlegung zugeschrieben, dass das gehen muss und der Verteilungsbeschreiber verpflichtet ist, das zuzulassen und mit dem Betreiber des virtuellen Bilanzierungsgebiets entsprechend den Datenaustausch aufzusetzen.

00:56:41: Und das ist ein Game-Changer, weil da bedeutet dass in der Elektromobilität diese Prozesse standardisiert sind und weil von der Elektro mobilität ausgehend klar geworden ist im ganz vielen Anwendungsfällen ob dahinter jetzt ein Auto hängt oder eine Wärmepumpe oder eine GGV.

00:56:56: Ist den Prozessen am Ende egal?

00:56:59: Die sind die gleichen!

00:57:00: Okay aber ist der Hinweis auf die Festlegung der Bundesnetzagentur ein fester Textblock in deinen Erstanschreiben an Netzbetreiber?

00:57:11: oder wissen die das.

00:57:12: Das Gute ist, dass wir die dann nicht mehr unbedingt anschreiben müssen sondern wir schicken einfach direkt diese Anmeldung.

00:57:21: also wir schicke einen standardisierten Vertrag der dafür geschlossen wird.

00:57:27: den kennen viele, wenn sie ihn noch nicht kennen.

00:57:30: Dann fragen Sie und sagen, ihr habt mir so einen Vertrag geschickt.

00:57:32: war das Absicht?

00:57:32: dann sagt man ja hier guckfestlegung verabsicht.

00:57:36: Und dann sagen sie aha okay?

00:57:38: Und dann schickst du standardisierte Datenanfragen an Meldungen in dieses ma und die schickste Ja dann auch über die entsprechenden datenformate.

00:57:47: und dass läuft durch und es läuft bei den netzbetreibern automatisiert durch das läuft bei der lieferanten automatisiert Durch und das ist auch oft eben wirklich.

00:57:56: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der sich geändert hat.

00:57:59: Dass wir das haben und das andere, was sich verändert hat ... Wir haben Druck auf dem Kessel an vielen Stellen.

00:58:08: Wir haben unheimlich viel erneuerbare Erzeugung dankenswerter Weise.

00:58:14: Und jetzt brauchen wir die Flexibilität?

00:58:15: Wir brauchen die Flexilität!

00:58:17: Und wir reden unheimlos viel über's Abregeln und wenig zu schalten, obwohl das doch die Chance ist.

00:58:24: Das Zweite, wo ich sagen würde, da hat sich schon auch einiges bewegt.

00:58:28: Nutzen statt abregeln.

00:58:30: der Paragraf Dreizehn K im Energiewirtschaftsgesetz den viele unheimlich beschimpfen.

00:58:37: Der ist schon auch sehr cool weil er nämlich zum ersten Mal gesagt hat wenn wir eine Neuerbahnstrom abreglen müssten Dann darfst du, wenn du in den Regionen wo diese Prognose da ist ich werde hier abregen müssen.

00:58:54: Wenn du in diesen Regionen eine zusätzlich zuschaltbare Last hast die ausschließlich diesen Strom nutzt.

00:59:03: dann werden Stromnebenkosten kompensiert und der wirklich günstige Strompreis kommt bei dieser Anlage an.

00:59:11: Und das war für die Sektorenkoplung im Mehrfamilienhaus.

00:59:14: Ist das ein riesiger Schritt?

00:59:16: Weil wir im Mehr-Familie-Haus einfach häufig Gas oder Ölheizungen im Bestand haben, die sind auch häufig noch nicht besonders alt, sie haben eine lange Restlaufzeit.

00:59:24: da hast du Vermieter und Vermieterin, die sagen ich kann dich ausreißen und meinen Mieter an Investitionskosten auf Brumm.

00:59:30: Ich weiß auch noch nicht ob ich jetzt hier fernwärmer Ausbaugebiet bin und was mache ich eigentlich?

00:59:34: und was ist langfristig diese volle Option, was ich sofort machen kann, dass ich tauchse wieder in den Speicher hauen.

00:59:41: Uralte Technik, super einfach.

00:59:44: Fernsteuerbar, separat gezählt, individuell bilanziert im eigenen Tarif bewirtschaftet geht immer dann an wenn ich den Windstrom ja sonst wegschmeißen müsste.

00:59:54: und das hat ... zum Beispiel eine Wonovia bewegt, die gesagt hat ich will das.

01:00:00: Ich will das können.

01:00:01: in meinem Mehrfamilienhaus Gebäude bestand und die haben das mit uns gemeinsam umgesetzt.

01:00:06: wir haben als dieses Gesetz verhandelt wurde Und das war auch wieder so ein Beispiel für wer kann mitspielen.

01:00:11: da ging es ganz viel um Elektrolyseure und im Großwärmepumpen und sie sind wichtig und gut Sie sind aber Zukunftsmusik.

01:00:18: Wenn ich jetzt sage ich will einen Elektrolysör haben dann steht er nicht morgen da Dauchst du wieder in den Speicherballern?

01:00:25: Geht sofort.

01:00:26: Kannste

01:00:27: kaufen, kannste reinwarten, zack, bumm!

01:00:30: In vielen Speichermodellen kannst du das einfach direkt nachhösten entweder in die Muffe oder ins Wartungshandloch.

01:00:35: Zack rein und ... Das war deshalb ein Punkt, weshalb wir den damaligen Bundeswirtschaftsminister sogar zu uns in die Keller eingeladen haben gesagt haben bitte kleine Flexibilität muss mitmachen dürfen.

01:00:45: Bitte lasst so lange wie sie poolen, solange wie Sie zusammenfassen dass du jetzt nicht zum Übertragungsnetzbetreiber gehst der Terrawatt stundenweise den Windström abregelt und sagst ich hätte hier einen drei KW Heizstab geschenkt.

01:00:59: Wir fassen sie zusammen, aber wir dürfen ab hundert KW eine Entlassungsanlagengruppe bilden.

01:01:05: Also zwanzig Häuser mit mehr Familienhaus, tausend Liter Speicher, neun KW-Heizstab.

01:01:10: bist du dabei?

01:01:11: Also kannst wirklich schnell so eine Gruppe zusammenkriegen und dann können die unmittelbar Windstromspeichern, Gas oder Öl bleibt im Speicher.

01:01:23: Aber wir haben sofort Windstrom gerettet, wir haben warm Wasser erneuerbar erzeugt ist ein Einstieg in der Neuerbauwärme.

01:01:31: Ja, aber also ... Da sind ja unterschiedliche Netzebenen auf dem wir da unterwegs sind.

01:01:39: Das hast du auch gerade schon angesprochen.

01:01:42: Eigentlich muss das doch aber... Also die auch für kleinere Flexibilitäten und Leute, die jetzt alleine unterwegs sind oder nicht gepult, muss das eigentlich verfügbar sein?

01:01:53: Die müssen doch darauf Zugriff bekommen.

01:01:55: Die Anforderung.

01:01:56: Ihr nehmt jetzt die Arbeit ab, ihr kriegt auch was dafür!

01:01:59: Ist ja super.

01:02:00: Aber im Grunde will ich euch nicht.

01:02:02: Weißt du?

01:02:03: Im Grunde, dass dieses System schon so ausgelegt ist das auch kleine Flexibilitäten und bei uns geht es natürlich ganz stark um die Speicher, um die Steckerspeicher, die jetzt eben bei der überwiegenden Anzahl von Anlagen schon mit übern Ladentisch gehen.

01:02:19: Dass die eine Möglichkeit bekommen genau diese Flexibilität zur Verfügung zu stellen mit einem sehr vereinfachten Möglichkeiten.

01:02:27: Wir sprechen eben von variablen Netzentgelten, es gibt ja verschiedene Möglichkeiten wie man daran kann.

01:02:34: Ich glaube auch, also wo wir völlig einer Meinung sind ist also ... Wir brauchen variabel netzentgelte.

01:02:40: in einer Welt, in der wir keine Stromgebots und Teilung haben, sind dynamische variable Netzentgelte the next best thing.

01:02:48: Und auch sonst finde ich Also sozusagen, dass wir einen Preis haben für Angebot der variiert, je nachdem wie das Angebot ist und dem ein Preissignal für Netzkapazität was auch variiert.

01:02:59: Je nachdem, wie das Angebot ist haben, dass wird das zusammennehmen.

01:03:03: Es ist unbedingt eine Überzeugung die ich teile Und das ist zum Beispiel auch eine der Gründe, weshalb ich eben Dreizehn K genannt habe.

01:03:13: Weil wir da zwar kein variables Netzentgelt haben aber wir haben jetzt ein Geldkompensation weil die Logik des Gesetzgebers war es ist günstiger die Netzentgel zu kompensieren als Redispatch zu bezahlen und deshalb finden wir unterstützen wir unbedingt den Agnes Prozess ja dass wir hier den Fuß ins Wasser tauchen, so ein atmenes System zu bekommen.

01:03:34: Aber im Agnesprozess kam jetzt auch gerade der aktuelle Stand raus.

01:03:39: Da steht ja drin Dynamisch Netz entkältet und wir gucken dann nächstes Jahr mal.

01:03:42: Ich weiß deshalb sage ich ja auch wie tauchen in den Fußinswasser.

01:03:45: Ich habe nicht gesagt wir springen.

01:03:46: Also gehen mir das schnell genug rein.

01:03:48: Es ist

01:03:48: ja nicht so dass es technisch nicht möglich wäre?

01:03:52: Nein natürlich

01:03:53: nicht!

01:03:54: dass die Netzbetreiber nicht wüssten, das jetzt eigentlich machen müssen.

01:03:56: Also es ist nicht so, dass es irgendwie verhandelbar wäre, ob's kommt oder nicht?

01:04:00: Sondern es ist einfach so, dieser Wille... Dieser Arm bleibt leer!

01:04:07: Da bin ich eben nicht sicher.

01:04:08: oder beziehungsweise da würde ich sagen, ich verstehe, dass du mich nicht brauchen willst aber da können wir halt echt helfen.

01:04:16: Weil ... Wir haben ein unheimlich sicheres und stabiles Energiesystem in Deutschland.

01:04:26: Was daran liegt, dass die Netzbetreiber darauf optimiert sind, ihre Standardprozesse gut und sauber zu betreiben oder es tun sie?

01:04:33: Ja also wir haben wirklich das ... Das ist glaube ich auch was, was wir vielleicht ab und zu in der Energiewende-Community nicht laut genug sagen.

01:04:41: Die Netzbetrieber machen ja an ganz vielen Stellen super Job!

01:04:45: Aber... Das bedeutet eben auch, die Vielzahl der neuen Prozesse, die jetzt auf sie zukommt.

01:04:51: Ähm ... das ist für uns alles was wir tun.

01:04:55: Für die ist das ein Sandkorn unter Tausenden und das eine Sandkoren wird gerne vergessen oder der zuständige Mitarbeiter krank?

01:05:01: Oder wie auch immer so, es muss mir nicht... Ja,

01:05:03: man hat das Gefühl, es steckt in der Badehose und das nervt eigentlich eher als dass

01:05:07: man ... Richtig!

01:05:08: Und der andere Punkt ist, ähm ... Wir haben einen System gebaut, ein Legacy-System immer noch eine Schicht-Komplexität, immer noch obendrauf legt.

01:05:19: Immer noch was!

01:05:22: Und anstatt ... Das führt zu einem Dilemma, wo wir entweder sagen können, wir versuchen einen totalen Befreiungsschlag diese ganze Komplexität loszuwerden.

01:05:35: Das würde aber heißen, Was ganz anderes schaffen, was vorher nicht da war.

01:05:40: Wie gelingt der Übergang?

01:05:42: Bis dahin geht dann gar nichts so ... Oder wir müssen irgendwie das Schaffen, diese Komplexität so beherrschbar zu machen, dass die Netzbetreiber das hinkriegen und trotzdem das möglich wird.

01:05:54: Und was ich nicht glaube... Also es gibt, denke ich, zwei Wege.

01:05:59: Wir können entweder den Betreiber anschreien und sagen, es muss aber gehen!

01:06:03: Ich penalisiere das wenn das nicht geht.

01:06:05: Wenn du das nicht schaffst.

01:06:07: Klingt toll,

01:06:08: klingt toll!

01:06:10: Und ich hab Verständnis für diesen Weg?

01:06:13: Ich glaube...

01:06:14: Ich habe bei einem Event gesagt meine Strategie zur Kommunikation mit Netzbetreibern hat vier Bestandteile.

01:06:19: Zuckerbrot, Peitsche.

01:06:22: ne noch längere Peitsch und noch eine härtere Peutsche.

01:06:27: Weil wir haben es gesehen beim Smart Media Rollout so Es geht ohne Pinalen nicht

01:06:34: Ja, oder es wäre gegangen, wenn wir halt einen anderen Weg eingeschlagen hätten.

01:06:37: Aber ich glaube auch das Finale ... Ich sag mir mal so, ich glaube dass Bonus-Malo-Systeme ihren Wert haben.

01:06:45: Ich glaube aber, Greif war am Nackenmann in Hintasche, ja du hast die Badehose mit dem Sandkorn angesprochen... Ich glaube, dass Anschreien und Finale uns nicht zu dem Tempo bringt was wir eigentlich brauchen!

01:06:58: Und das ist der Grund weshalb wir sagen okay Was hat Schwung in ins mal wieder Rollout gebracht?

01:07:06: Nicht die Pynale alleine, sondern der wettbewerbliche Messtembetreiber.

01:07:12: Also so was ... Das

01:07:13: war natürlich für Fahrer.

01:07:15: Da würde ich mit dir noch mal genau drüber sprechen weil die wett bewerblichen Messtem Betreiber hatten nie größere Marktanteile.

01:07:24: Die waren vom Preis ja so weit weg von dem, was ein Netzbetreiber normalerweise anbietet oder ein grundzuständiger Messstellen-Betreiber.

01:07:34: Das war immer nur für eine ganz kleine Nische und Zielgruppe ein Produkt das irgendwie interessant ist.

01:07:42: Ich

01:07:42: glaube nicht dass die Netzbetriebe sich getrieben gefühlt haben von denen ganz im Ernst!

01:07:46: Dass sie sich getrieben gefühlt haben, das glaube ich auch nicht.

01:07:48: Sie haben aber für ganz viele Menschen doch für Lieferanten und Kundengruppen eine Möglichkeit geschaffen zu sagen, ich kann überhaupt was tun!

01:07:55: Ich kann das kaufen und ich kann anfangen... Aber es klingt

01:08:01: nach einer sehr zarten Machbarkeitsstudie?

01:08:05: Nee,

01:08:06: da würde ich widersprechen, weil wenn's kein Markmodell wäre würden die ja nicht... Eins betreiben, ja.

01:08:12: Ich meine es hat ... Viele

01:08:13: sind auch wieder rausgeflogen,

01:08:14: das weißt du?

01:08:15: Ja und sie sind aber auch in der Zeit heraus geflogen als wir eine sehr absurde Preisstruktur hatten.

01:08:20: Und wo ich für dich bei dir bin ist, weil wir hatten Mundpreise für intelligente Messsysteme.

01:08:24: Das ist eben was, wo wir in Deutschland apropos Komplexitätsfalle uns entschieden haben einen Weg zu gehen, der maximale Komplexität bedeutet und die Kosten treibt, das Tempo nimmt, Spaß nimmt.

01:08:39: Und für viele Menschen ja trotzdem ... Die Möglichkeiten, also wenn ich so ein Smart-Meter einbaue, Volvo als Privatpersonen sind ja das Denken darüber was dann möglich ist mit dem was dann tatsächlich für dich als Privatsaison damit möglich ist geht sehr weit auseinander.

01:08:57: Um das noch vorausgesetzt, dass der Briefung-Empfang gut genug

01:09:01: ist.

01:09:01: Du konntest einen einbauen und der konnte sich mit dem Dessert verbinden.

01:09:06: Aber worauf ich hinauswolle, diese Möglichkeit zu sagen ... Es gibt einen Dienstleister, der das übernimmt.

01:09:11: Die ist schon trotzdem total relevant, die ist auch systemisch relevant.

01:09:14: Und das ist eben auch der Punkt, wo wir mit die Carbonize sagen.

01:09:19: Du willst Verantwortung auch abgeben können und sagen können bitte dieses Ganze hin und her?

01:09:24: Da hab ich keinen Lust drauf!

01:09:26: Das soll der Dienstleister machen... ...und er hat diese eingeschliffenen Prozesse, der hat die Marco.

01:09:31: und dann

01:09:33: spricht die Sprache so.

01:09:35: Weil ich Tempo will sage Better versus best.

01:09:39: Gebe es bessere Wege, ideale Wege kann sein.

01:09:43: Aber in einer Welt wo wir achthundertsechzig Verteilen ins Beschreiber haben, wo die allermeisten Menschen mit denen ich beim Netzbetreiberspreche sagen ... Ich will nicht im Wegstehen, ich tue sie aber trotzdem.

01:09:53: Das sind in der Regel Menschen, die sehr pflichtbewusst, sehr engagiert in ihren Möglichkeiten arbeiten und die, wo ich deshalb der festen Überzeugung bin diese Brücke zu bauen Gewinnt Tempo und wir haben keine Zeit für diese grundsätzlichen Streit, so wie brauchen Tempo.

01:10:13: Ja das ist so.

01:10:15: Ja bringt dir das?

01:10:18: Ist der Markt?

01:10:19: also ihr habt wie gesagt jetzt sind es vier Jahre?

01:10:24: Also ich würde schon sagen gemessen an dem Tempo der Energiewirtschaft bringen wir Beschleunigung.

01:10:31: Ist das für mich schnell genug?

01:10:33: nein Und das ist wieder der Punkt, wenn man ... Wir haben vorhin über Investoren gesprochen.

01:10:39: Wenn man gründet in der Energiewirtschaft, dann brauchst du Investoren die verstehen, dass Wandel in dieser Branche ein anderes Tempo hat als ich bei einer App.

01:10:48: So, das ist wirklich auch ein ganz wichtiger Punkt zu sagen.

01:10:55: Was habe ich hier vor?

01:10:56: Wie dick ist das Brett, dass ich hier bohren möchte?

01:10:58: Ich baue eine nationale Plattform und einen einhaltlichen digitalen Zugang zum Netz.

01:11:04: Das ist die vereinheitliche vereinfachte Schnittstelle zum Verteilen-Netz.

01:11:10: Das dauert aber am Moment bis es etabliert ist.

01:11:18: Dafür brauchst du die richtige Mannschaft, du brauchst sowohl Leidensfähigkeit in der Truppe.

01:11:25: Du brauchst ein Verständnis der Prozesse und auch eine Kenntnis der Branche ... Und du brauchest halt Investoren, die sagen, diesen langen Atem habe ich mit dir!

01:11:33: Ich glaube daran, dass das funktioniert.

01:11:35: Und ich bin bereit, diesen Weg mitzugehen.

01:11:39: Haben wir Tempo gebracht?

01:11:40: Ja!

01:11:41: Wir hatten in Berlin die erste Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung im virtuellen Bilanzierungsgebiet live, lange bevor das der Netzbetreiber hatte.

01:11:49: Und dass obwohl Stromnetz Berlin einer der ... oder der Klassenprimus ist.

01:11:55: bei der Digitalisierung im bundesweiten Vergleich sind sie sehr weit vorne.

01:12:00: Sie haben da regelmäßig Spitzenplätze sowohl bei der Hardware als auch bei den Prozessen.

01:12:04: Gibt es einzelne, die bewusst blockieren?

01:12:06: Klar!

01:12:08: Aber... Ich glaube schon, dass ganz viele tun was sie können und ich glaube das wir wieder an den Punkt sind zu fragen.

01:12:14: Was ist der schnellste Fahrt zur mehr sinnvollen Energiewende Anwendung?

01:12:20: Batteriespeicher zum Beispiel heißt ja eigentlich am Ende genau das gleiche.

01:12:26: jetzt gerade wir diskutieren die Porsche Option finde ich die gut?

01:12:29: Ja finden die besser als nichts aber finde ich ist das eine Antwort aus den frühen achtzigern auf dem problem in den zwanziger Jahren, finde ich schon irgendwie auch.

01:12:38: Leg

01:12:39: die Pauschaloption bitte noch mal da.

01:12:42: Jetzt Missbill?

01:12:43: Genau sorry!

01:12:44: Ich war also diese Idee ... Also wir wollen das Speicher der dem Eigenverbrauch dient und auch dem Netz dienen kann.

01:12:53: Das heißt, wir brauchen eine Lösung für das Problem, dass wir bisher gesagt haben sobald dein Speicher den du für deine eigene Erzeugungsanlage nutzt.

01:13:03: Auch nur mit einer einzigen Kilowattstunde Netzstrom verschmutzt wird, ergraut eine gesamte

01:13:08: Installation.".

01:13:09: So ... Das hat Konsequenzen für deine Förderfähigkeit und Vergütungsstruktur.

01:13:17: Und das Wohlgemerkt in der Situation, in der sechzig Prozent des Gesamtstroms bereits aus erneuerbaren Energien kommt?

01:13:24: Das und in einer Situation, wo wir mehr Speicher in Elektroautos herumfahren haben als Pumpspeicherkapazität.

01:13:34: Und wir trotzdem Angst hatten vor dem ersten Mai, Angst hatten von dem Pfingstwochenende und Batteriespeicher installiert ist – in großen Mengen!

01:13:45: Und wir im Winter den Wind abregeln ... anstatt den Speicher, denen sich Menschen für ihre Solaranlage kaufen.

01:13:52: Der im Winter in Deutschland meistens nicht so stark beansprucht ist.

01:13:56: ... Anstatt dem fürs Netz nutzen zu können.

01:14:00: Und deshalb ist der Misbel-Prozess wichtig und Misbel hat zwei ... Also das sind immer diese schönen Abkürzungen die ... Marktintegration

01:14:07: von Speichern

01:14:07: und Laden.

01:14:08: Speicher und elektrischen Lademöglichkeiten.

01:14:10: Ähm... Der im Prinzip zwei Möglichkeiten aufzeigt einmal pauschal ... zu sagen, du darfst deinen Speicher den Du für die Eigenverbrauchsoptimierung genutzt hast auch dem Netz anbieten.

01:14:25: Und ich gehe davon aus dass basierend auf der Gesamtgröße deiner Installation da eine gewisse Maximalmenge nur aus dem Netz gekommen ist und du verlierst deine Vergütungsansprüche nicht Ich erkläre mal vereinfacht ja oder diese sogenannte Abgrenzungsoption wo ich tatsächlich dann basierende auf unterschiedlichen Messwerten ermitteln kann, wie viel ist wohin geflossen und dann auch entsprechend vergühten kann.

01:14:51: Das heißt aber pro Haushalt zwei Smart-Meter in den

01:14:54: Fall?

01:14:54: Und das ist genau mein Punkt!

01:14:55: Ähm ... das is was ich meine mit.

01:14:59: die Pauschaloption ist wichtig weil sie Zugang schafft.

01:15:03: Sie ist aber eine Lösung aus den frühen Achtzigern.

01:15:06: Weil wir sie nur deshalb diskutieren, weil wir die Lösung des Messens so schwierig gemacht haben, so teuer gemacht haben dass Sie jeden Wirtschaftlichkeitsvorteil auffrisst und uns Tempo kostet.

01:15:23: Ich gehe noch mal vom Batteriespeicher zurück zum Warmwasserspeicher, nutzen statt abregelnd im Mehrparteingebäude oder in einem Parteienhaus ja?

01:15:32: Wenn ich im Einfamilienhaus einen Heizungsspeicher mit einem Stromzähler ... äh, mit einem Tauchsee danach rüste der separat gezählt und bilanziert werden soll dann bin ich im Standardmodell.

01:15:46: Typischerweise bei Umbau kosten von zwei bis dreitausend Euro für diesen Zähler.

01:15:51: Weil ich ein intelligentes Messsystem am Hausanschluss brauche mit zwei modernen Messeinrichtungen, eine fürs Haus und eine für meinen Tauchsäder.

01:15:59: Ich brauch einen erweiterten Zählerschrank, weil das passt in meinen aktuellen Schrank nicht rein.

01:16:04: Das bedeutet im Bestand aber auch gerne.

01:16:06: Und ich sage das wirklich, weil ich durch die Häuserkrieche seit Jahren ... In die Zählernische, wo das aktuell hängt, passt das nicht rein.

01:16:15: Weil die Zälernische irgendwann von neunzehntadreinfünfzig ist und ... Das heißt ich muss einen neuen Bauplatz für den Zähler finden.

01:16:21: Ich muss dem gesamten Zählar verlegen.

01:16:23: D.h.,

01:16:23: ich schlitze auch durchs ganze Haus und verlege die gesamte Elektrik neu!

01:16:26: Ich muss außerdem den Stomzähler im ... Wo auch immer erhängt mit dem Heizungsraum verbinden.

01:16:35: Das darf aber nicht zu weit weg sein, weil sonst habe ich Latenzen zwischen dem Verbrauch des Tauchsieders und dem intelligentem Messsystem.

01:16:41: Und es ist nicht so als gäbe es keine Lösungen dafür für diese technische Herausforderung eine anlagennahe Zählung hinter dem Hausanschluss zu realisieren.

01:16:52: Aber sie kosten in unserem Standardprozess so viel Geld dass die meisten Menschen sagen ja wenn das niedlich mit einem Tauchsieder aber nicht hier.

01:17:00: So und warum ist es so?

01:17:02: Und was können wir da tun?

01:17:05: Was wir da tun sollten, ist zu sagen ... Am Hausanschluss installieren wir ein Smartmeter.

01:17:14: Meinetwegen auch das intelligente Messsystem.

01:17:16: auf, dass wir uns nach fünfzehn Jahren Schmerz geeinigt haben?

01:17:18: Hauptsache, wir haben überhaupt eine Einigung.

01:17:19: Meinetswegen

01:17:20: auch kriegst du nicht durch!

01:17:22: Nee, meinetswegen ist ja das, was wir gerade durchhaben.

01:17:26: Aktuell ist der Standard am Hausanschuss ein intelligentes Messsystem.

01:17:31: Dann darf ich aber für den Tauchsiedler Anlagen nahe eine Unterzählung installieren, die ich rausbilanziere aus dem Hausverbrauch.

01:17:42: Genauso wie ich ein Elektroauto rausbilantieren darf.

01:17:45: und das ist das Tempo was wir bringen können.

01:17:47: als Dienstleister mit einem eigenen Bilanzierungsgebiet.

01:17:51: Können wir eben hinter dem Zähler schneller Freiheitsgrade ermöglichen, die wir dringend brauchen.

01:17:57: Und das könnt ihr deswegen bei Ihres Risiko tragen?

01:17:59: Das Risiko dass zum Beispiel Datenmanipulation stattfindet Das Risiko, dass dann doch die Entfernung und die Latenzen da sind oder was auch immer.

01:18:10: Du hast ja gefragt ob meine Eltern Nerds sind?

01:18:12: Meine Eltern sind keine Nerds!

01:18:14: Wir sind ganz harte Nerds bei den Kamern.

01:18:16: Wir sind ganze schlimme Nerds Und unser Hobby ist Messtechnik.

01:18:21: Unser Hobby ist ... Also wir haben drei Jahre lang mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einer Anlagen nahe das Mess-Hardware, die sich mit dem Imsisverbinden da verhandelt.

01:18:35: Wir haben wirklich wehre Hobbys ... Das ist der King, den du gesucht hast!

01:18:42: Wir nehmen das sehr ernst, wir nehmen das eichrecht sehr ernst.

01:18:44: Wir nehmen auch die Anforderungen aus dem Maschinenbetriebsgesetz sehr ernst... Wir sind bloß aber auch leider von der hartnäckigen Sorte und sagen es muss er aber trotzdem gehen.

01:18:54: Und ... Du hast gefragt was hat sich geändert?

01:18:58: Der Druck auf dem Kessel, den wir haben, der hat eben auch dazu geführt, dass wir zum Beispiel so was haben wie in der europäischen Strombindenmarktverordnung.

01:19:07: Den Artikel sieben B spezielle Messgeräte, der da heißt wenn die digitale Infrastruktur des Netzbetreibers für flexible Anlagen hinter dem Zähler nicht ausreicht um an Flexibilitätsdienstleistungen teilzunehmen?

01:19:23: Was ja ... immer noch überwiegend Fällen nicht tut, was der Standard ist eigentlich.

01:19:27: So?

01:19:29: Dann müssen auch Messwerte aus anderen, aus sogenannten speziellen Messgeräten genutzt werden können um den Zugang zu diesen Dienstleistungen zu bekommen.

01:19:40: Das sind jetzt in anderen europäischen Ländern die einen anderen Smart-Meter Rollout-Status haben.

01:19:45: hat das jetzt nicht so ein Pausenschlag ausgelöst?

01:19:47: für Deutschland ist das eine massive Veränderung Weil es eben heißt, diese Idee.

01:19:56: Ich schieße auf jeden Spatzen mit einer Imsys-Kanone!

01:20:01: Auch wenn ich hinter dem Hausanschluss eine kleine Flexibilität habe ein Batteriespeicher, mit dem mich missbilden möchte ... Die wird dadurch in Frage gestellt weil nicht... Also was auch dann drin steht ist Diese Anforderung muss in nationales Recht überführt werden.

01:20:22: Die leichte Antwort, die viele deshalb gerne geben, ist zu sagen ja MSBG sagt.

01:20:26: Wie folgt?

01:20:27: Und das ist die nationale Anforderung also spezielles Messgerät mir egal so ist es aber Es ist offensichtlich nicht die Absicht des europäischen Gesetzgebers gewesen weil die Intention dahinter ganz offensichlich war Egal, wie es jetzt gerade ist.

01:20:43: Es muss leichter werden!

01:20:44: Wir brauchen mehr Flexibilität, wir brauchen schneller mehr Zugang zu diesen Dienstleistungen.

01:20:49: Die Menschen müssen bessere Teilhabe Entscheidungen treffen dürfen auch die, die sich jenseits ihrer Tarifentscheidung nicht groß damit beschäftigen.

01:20:57: Und das bedeutet ... Auch für Deutschland so, wie's jetzt grade isst, kanns schon mal nicht bleiben und das ist schon eine Erkenntnis, die zunehmend durch sich kann.

01:21:07: zu sagen Diese sogenannten Dedicated Measurement Devices, ja nicht Measurement Instruments.

01:21:14: Die sind klar geregelt.

01:21:15: aber die Measurement devices, diese speziellen Messgeräte verändern hier die Landschaft und diese Spielräume zu nutzen das ist eben das was wir systematisch können mit Akteuren wie Startups, mit Bürger-Energieakteuren und kleinen Unternehmen sagen, das ist eine Lücke in die gehe ich rein.

01:21:33: Ich habe die Bilanzierungsverantwortung.

01:21:35: Ich hab einen Netzkoppelpunkt, der ist mit IMSIS oder RLM abgegrenzt.

01:21:40: Du lieber Netzbetreiber ... du bist sauber?

01:21:44: Aber hinter diesem Netzverknüpfungspunkt kann ich Geräte nahe oder geräte eigene Zähler verwenden sofern diese Messwerte liefern Die dann auch für Verbraucher.

01:21:57: und das ist natürlich immer die andere Seite.

01:21:59: Das eine ist die Frage der Manipulationssicherheit, das andere ist wir wollen natürlich nachvollziehbare Rechnungen haben können ja aber wir können das in Makro übersetzen und wir können es durch die Standardprozesse laufen lassen.

01:22:09: Okay also das heißt diese Lösung existieren, die entsprechende Vorgabe auf EU-Seite existiert auch schon.

01:22:17: jetzt ist wieder auf der einen Seite Kommunikation, das ist der eine Arm den Wegebenen für die Teile habe.

01:22:26: Das ist der andere Arm und beide Arme werden von nörts hoch

01:22:31: gehalten.".

01:22:31: Und du brauchst richtig gute Rumpfmuskulatur, damit du siehst ...

01:22:36: Alles klar.

01:22:37: Prima!

01:22:38: Ja das glaube ich ist an der Stelle.

01:22:40: ein gutes Schlusswort.

01:22:42: dann lass uns mal fleißig weiter trainieren damit wir

01:22:45: diese rumpf muskulatur

01:22:47: auch in Zukunft.

01:22:48: Und ich glaube Zeigen, zeigen, zeigen.

01:22:52: Bauen, zeigen das es geht, ermutigen dass es geht einfach machen!

01:22:56: Also ihr seid quasi der Pinup-Kalender wo ihr die Muskeln aus dem Chor zeigt?

01:23:05: Das finde ich gut als klar.

01:23:06: Pinupkalender der Energiewende, das merke ich mir.

01:23:09: Die Kabel nice Super.

01:23:12: Dann sag' ich dir ganz lieben Dank für deine vielen Erklärungen und dass du dabei warst und dass wir dir die ganz viel... das ganze Zeit genommen hast.

01:23:18: Wir haben ziemlich lange miteinander gesprochen.

01:23:20: Vielen Dank für die Einladung und die Gelegenheit!

01:23:23: Machen wir gerne wieder, super!

01:23:24: Genau!

01:23:24: Danke dir ja und gute Zeit!

01:23:26: Ebenso!

01:23:26: Tschüss.

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